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Vorgesehenes Tagungsprogramm
 

Freitag, 08. Nov

15:00

Anmeldung

15:30

Begrüßung, Eröffnung der Tagung
15:45 Alexandra Ritter, JProf. Dr. Michael Ritter: Aus dem Rahmen gefallen? Bilderbücher im Medienverbund
17:00 Arbeitsgruppen 01 bis 04
19:00 Abendessen
20:30

Werkstattgespräch mit dem Bilderbuchkünstler Sebastian Meschenmoser

Samstag, 09. Nov 08:00 Frühstück
09:00 Prof. Dr. Karin Richter: Klassische Dramen in ungewöhnlichen Bilderbüchern. Zugänge zur ‚Weltliteratur für Kinder‘ über Bildwelten und Spiel-Szenarien
09:45 Arbeitsgruppen 05 bis 09
12:30 Mittagessen
13:30 JProf. Dr. Iris Kruse: Neue Märchenbilderbücher in intermedialen Lernumgebungen. Zugänge zu ästhetischer Komplexität durch Erfahrungen mit Märchenmedienverbünden
14:30 Tagungsabschluss und Evaluation
15:15 Arbeit in der AJuM (Konstituierende Sitzung der AJuM Brandenburg / Sitzung des GV)

 

Fachtagung der AJuM
vom 08. bis 09. November 2013

Landesinstitut für Schule und Medien
Berlin-Brandenburg (LISUM)
Struveweg
14974 Ludwigsfelde

 

Vorgesehene Arbeitsgemeinschaften
 
 
AG 01 Marit Kunis-Michel
Kristina Hagen
Bilderbücher in Szene setzen! - Ausgewählte Praxisbeispiele aus sechs Jahren Leseförderung in Dresden
„Lesestark! Dresden blättert die Welt auf“ ist ein Projekt zur Lese- und Sprachförderung für 5-7jährige Kinder in Dresden. Seit 2008 bilden wir ehrenamtliche LesepatInnen in aktiver Literaturvermittlung und gemeinsamer Bilderbuchbetrachtung fort. Nach einer kurzen Präsentation unserer Projekt-, Fortbildungs- und Veranstaltungsarbeit entwickeln wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen praktische Vermittlungsmethoden für Bilderbücher. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf Bilderbücher, die Kinder herausfordern, sich mit den verschiedensten Illustrationsstilen bekannt zu machen und dabei die Neugier wecken.
 
AG 02 Michael Retzlaff

Chancen und Risiken von Medien für Kinder
Tief greifende Veränderungen der Medienwelt prägen unser globalisiertes und vernetztes Zeitalter. Sie eröffnen für den Einzelnen wie für die Gesellschaft insgesamt neue Chancen, etwa im Hinblick auf Information, Kommunikation, gesellschaftliche Teilhabe und erweiterte Zugänge zur Welt. Gleichzeitig konfrontieren sie den Einzelnen mit Risiken und Herausforderungen z. B. beim Datenschutz und den Persönlichkeitsrechten, Jugendmedienschutz, Urheberrecht, Cyber-Mobbing oder Abzocke im Netz. Chancen und Risiken werden insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sichtbar.
Die TeilnehmerInnen erhalten einen Überblick über das Mediennutzungsverhalten von Kindern auf der Basis KIM-Studie 2012 (Mediennutzung von 6- bis 13-Jährigen) sowie Hinweise und Empfehlungen zur Medienerziehung von Kindern im Elternhaus und in der Schule.
 

AG 03 Bärbel Jähnert

Lesen können schon die Kleinsten
Leseförderung beginnt lange vor der Schule, aber können Kinder im Kindergarten bereits zum ‚Lesen’ animiert werden? Die TeilnehmerInnen erfahren und erproben, wie sich Vorschulkinder über das Bilderlesen Inhalte von Büchern erschließen und mit welchen Methoden ErzieherInnen die Selbstständigkeit und damit die Individualität bei diesem Prozess unterstützen können. Denn schon bei den Kleinsten liest jeder anders!
 

AG 04 Wolfgang Antritter

Bilderbücher als Hörbücher – Wie bringt man Bilder zum Sprechen?
Nach einem Blick auf die heute enge Verknüpfung von Bilder- und Hörbüchern auf dem Bilderbuchmarkt wird exemplarisch gezeigt, wie Bilderbücher zu Hörbüchern (gemacht) werden. Nicht alles ist gelungen, daher stehen gute neben problematischen Beispielen. Im zweiten Teil bewerten die TeilnehmerInnen als Hörbücher umgesetzte Bilderbücher selbst. Abschließend gibt es exemplarische Empfehlungen zu Hörprodukten für Kinder.
 

AG 05 Prof. Dr. Karin Richter

Balladendichtungen im Medienverbund. Der literarische Text in Bildwelten und Hörbüchern
Obwohl die Balladendichtungen in den Lehrplänen für die Grundschule und die ‚Orientierungsstufe‘ noch keinen Platz gefunden haben, sind viele dieser Texte bereits jüngeren Kindern bekannt. Im Workshop wird auf der Grundlage von verschiedenen Unterrichtserprobungen am Beispiel von Goethes Zauberlehrling, Schillers Die Bürgschaft und Fontanes John Maynard gezeigt, über welche Medien (Text, Illustration, Hör-CD) und handlungs- und produktionsorientierte Verfahren jüngere Kinder Zugänge zu dem Sinnpotential der Balladen gewinnen können. Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Hör-Medien (Lesung oder Rap) und Bildwelten werden ebenso akzentuiert wie die Vermittlung  literaturtheoretischer Kenntnisse (Genre ‚Ballade‘) und literaturgeschichtlicher Kontexte (das Balladen-Schaffen im Rahmen des Freundschaftsbundes von Goethe und Schiller – die Hintergründe ihrer Zuwendung zur Ballade).
 

AG 06 Prof. Dr. Karin Vach

"Es waren schreckliche Kerle." Literarisches und ästhetisches Lernen mit dem Medienverbund "Die drei Räuber"
Tomi Ungerer hat 1961 mit „Die drei Räuber“ ein attraktives Bilderbuch geschaffen. Es ist in 23 Sprachen übersetzt und in verschiedene Medien transformiert worden. Ausschnitte aus Animationsfilmen und Hörspielen sollen einen Eindruck von den Medienangeboten vermitteln. Das didaktische Potenzial des Medienverbunds steht im Mittelpunkt des Workshops. Es werden Unterrichtsbausteine und Aufgaben vor allem zu dem Animationsfilm aus dem Jahre 2007 vorgestellt, gemeinsam weiterentwickelt und diskutiert. Die Auseinandersetzung soll dazu anregen, mit dem Medienverbund „Die drei Räuber“ im Unterricht der Grundschule zu arbeiten.
 

AG 07 Prof. Dr. Petra Hüttis-Graff

Die Lese-Hör-Kiste als Brücke zum Buch
Kinder an Bücher und Schriftlichkeit heranzuführen, ist eine der wichtigsten Aufgaben früher Bildungsinstitutionen. Ein Weg besteht darin, dass Kinder Bücher in Kombination mit dem jeweiligen Hörspiel nutzen. Das dafür in Hamburg entwickelte Konzept von Lese-Hör-Kisten wird im Workshop vorgestellt, insbesondere wie die Hörspielrezeption auch schriftfern aufgewachsener Kinder zum Austausch über Geschichten und zur Beschäftigung mit Büchern anregen und ihnen eigenständige Zugänge zu Literatur und Schriftlichkeit eröffnen kann. Im Workshop befassen wir uns anhand von Ton- und Filmaufnahmen dazu auch mit einem zu den Hörgeschichten hergestellten Memorys mit Schrift und mit dem Angebot, dass Kinder Erwachsenen einen Text zur gehörten Geschichte diktieren.
 

AG 08 Christoph Jantzen

Interpretationsvielfalt durch Illustration in Märchenbilderbüchern – eine didaktische Vorlage für den Deutschunterricht in der Grundschule
Märchen bieten durch die Flächenhaftigkeit des Textes viele Leerstellen und Interpretationsfreiräume. Dadurch fühlen sich IllustratorInnen dazu herausgefordert, Märchen immer wieder neu durch ihre Illustrationen zu interpretieren. Diese Vielfalt kann man didaktisch nutzen, um schon in der Grundschule unterschiedliche Sichtweisen auf ein und denselben Text sichtbar und verhandelbar zu machen. Im Workshop werden Märchenbilderbücher erkundet. Es soll um didaktische Zugänge gehen, die exemplarisch auch an Schülerarbeiten gezeigt werden.
 

AG 09 Heike Rögler, MA

App geht's. Über die Möglichkeiten interaktiver Geschichten
Es gibt immer mehr interaktiv getriebene (Bilder)Geschichten, oft als eBooks, vor allem aber in Form von Apps.  Doch sollte die Erzählweise gedruckter Papierbücher nicht einfach 1:1 ins Digitale übertragen werden, denn tatsächlich sind interaktiv erzählte Geschichten etwas Anderes. 
Dabei gibt es Überschneidungen in dem, was beide Medien leisten können (Sprachverständnis z. B.) und was sie unterscheidet (keine statischen Erfahrungen mehr, transmediales Erzählen).Spannend wird es, wenn man genau die Unterschiede betrachtet. Am Beispiel aktueller Apps wird die Thematik beleuchtet und beispielhaft dargestellt.
 

 

Vorgesehene  Vorträge
 
 
  Alexandra Ritter
JProf. Dr. Michael Ritter

Aus dem Rahmen gefallen? Bilderbücher im Medienverbund
In einer Zeit sich rasant verändernder Medienerfahrungen von Kindern wirkt das Bilderbuch wie eine traditionelle Konstante in der literarischen Sozialisation. Doch das Bilderbuch kann auch zur Brücke in die Medienkultur werden, zumal es mit seiner Kombination von Bild- und Textangeboten nicht nur für Kinder im Vorlesealter und für Leseanfänger eine leicht zugängliche Literatur darstellt. Der Vortrag möchte das Verhältnis zwischen Bilderbüchern und anderen Medien bestimmen und Varianten vorstellen. Dabei rückt das Potential aktueller Bilderbücher als Literatur in einer von medialen Erfahrungen geprägten Kindheit in den Blick.
 

  Prof. Dr. Karin Richter

„Klassische Dramen in ungewöhnlichen Bilderbüchern. Zugänge zur ‚Weltliteratur für Kinder‘ über Bildwelten und Spiel-Szenarien 
Die inzwischen etablierte Reihe „Weltliteratur für Kinder“ zeichnet sich insbesondere durch ihre ungewöhnlichen Bildwelten aus. Im Vortrag wird gezeigt, welches Sinnpotential die literarischen Adaptionen Barbara Kindermanns sowie die Illustrationen von Klaus Ensikat und Willi Glasauer aufweisen und inwiefern die Darstellung tief greifender menschlicher Konflikte, existentieller Grundkonstellationen sowie die gleichnishaften Bilder bereits jüngeren Kindern ein Identifikationsangebot eröffnen. Thematisiert werden: Goethes Faust, Schillers Die Räuber und Kleists Der zerbrochene Krug. Die Verbindung zwischen den kindlichen Lese- und Medieninteressen und dem ‚klassischen Geschehen‘ wird mit den Ergebnissen aus einer Fülle von Unterrichtserprobungen (Grundschule und Sekundarstufe I) dokumentiert.
 

  JProf. Dr. Iris Kruse

Neue Märchenbilderbücher in intermedialen Lernumgebungen. Zugänge zu ästhetischer Komplexität durch Erfahrungen mit Märchenmedienverbünden
Märchenmotive und -figuren sind multimedial verfügbar und omnipräsent. Neben vielfältigen auditiven und audiovisuellen Formaten stehen zahlreiche Textausgaben und Bilderbuchbearbeitungen mit höchst unterschiedlichen Anspruchsniveaus und Komplexitätsgraden zur Verfügung. Intermediale Rezeptionserfahrungen, die Kinder im Umgang mit Märchenmedienverbünden machen, können genutzt werden für rezeptive Zugänge zu Bilderbuchbearbeitungen mit komplexer ästhetisch–symbolischer Kodierung. Dies wird gezeigt anhand von Rezeptionsäußerungen von Grundschulkindern (Klassenstufe 3/4) innerhalb intermedialer Lernarrangements zu Susanne Janssens „Hänsel und Gretel“ (Hinstorff, 2007) und Benjamin Lacombes „Schneewittchen“ (Jacoby & Stuart, 2011).
 

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