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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW, c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

       
Autor:
Kasper, Sabi,   
Titel:
Das Beste-Hexen-Test-Turnier
ISBN:
978-3-942795-69-2  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Maslowska, Monika
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Kunstanstifter, Mannheim
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
22,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein Turnier soll zeigen, wer die beste Hexe ist – und das ist dann auch ganz offensichtlich, wenn man es von einer bestimmten Perspektive aus betrachtet.
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Außenseiter / Kindheit / Ethik / Philosophie / fantastisch / märchenhaft
       
Beurteilungstext:
Die Hexen im Wald streiten, wer die beste sei. Das nimmt solche Ausmaße an, dass der alte König zu einem Turnier ruft. Die Hexen sollen zeigen, wer von ihnen am meisten drauf hat. Alle kommen nacheinander an die Reihe und verhexen des Königs Gestalt Stück für Stück. Von Griselda Grauenstein bekommt er Ziegenbeine verpasst, Tumina Tümpelschreck zaubert ihm einen Meisenschnabel an und so geht es immer weiter, bis alle an der Reihe waren und der König kaum noch zu wiederzuerkennen ist. Als das Urteil verkündet wird, bleibt er stumm und die Hexen bekommen sich – nur auf sich selbst bezogen – wieder in die Haare. Da kommt die kleine Tilli Tupfen, die noch zu jung für den Wettbewerb war und zaubert den König wieder in seine alte Gestalt zurück. Damit ist sie auch die Siegerin, denn sie hat dem König in einer echten Notsituation geholfen.
Die Frage, wer in etwas der oder die Beste ist, ist eine, die oft nur auf sich selbst bezogen gedacht wird. In humorvoller Weise führt Monika Maslowska aus, dass es aber bei der Bewertung der eigenen Fähigkeiten auch darum geht, sie zum Wohle anderer einzusetzen. Das gilt auch für Hexen, was als Moral natürlich sehr an Otfried Preußlers Kleine Hexe erinnert.
Umgesetzt ist diese pädagogische Botschaft in kurzen Paarreimen, die gefällig und elegant formuliert der heiteren Episodengeschichte einen eigenen Rhythmus und eine große Leichtigkeit verleihen. Phantasievolle Namen erhöhen den Unterhaltungswert. Dazu gelingt es Sabi Kasper, in ihren Bildern allen Protagonisten eine eigene, charakteristische Gestalt zu geben. In Kombination aus grafischen Strichzeichnungen, Aquarellobjekten und unsteten Farbflächen im Hintergrund entsteht ein leicht chaotisches Gesamtbild, das die Handlung sehr passend in Szene setzt.
Rundherum überzeugt dieses heitere Bilderbuch. Kleinen und großen Magiern und anderweitig Begabten ist es sehr zu empfehlen.

[Michael Ritter]
[mr 23 Sachsen-Anhalt]
  
       

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