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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW, c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

       
Autor:
Bourne, Holly,   
Titel:
Was ist schon typisch Mädchen?
ISBN:
978-3-423-71801-1  
Übersetzer:
Frey, Nina
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
412
Verlag:
dtv, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Spinster Girls
Jahr:
2018
Preis:
10,95 €   Taschenbuch / Heft / Broschur
       
Inhalt:
Hier kommen die Spinster Girls! Lottie will die Welt verändern. Dafür startet sie ein Experiment: Einen Monat lang möchte sie mit ihren Freundinnen auf ihrem Vlog auf jede sexuell diskriminierende Situation aufmerksam machen, die ihnen im Alltag widerfährt. Ebenso wichtig ist Lottie aber das Vorstellungsgespräch an der Eliteuni Cambridge, auf das sie sich schon seit Jahren vorbereitet. Und dann ist da auch noch Will, der sie tagtäglich auf die Palme bringt. Hat sie sich zu viel vorgenommen...?
[85 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
14 - 17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
eingeschränkt empf.
Schlagwörter:
Gender / Geschlecht / Emanzipation / Gefühle / Mädchen / Frau
       
Beurteilungstext:
Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass der nachfolgende Text ausschließlich die persönliche Meinung der Rezensenstin wiedergibt. Wer zum Thema "Gender" eine andere Meinung hat, kann das Buch selbstverständlich lesen und begeistert sein. Ich bin dies aber nicht. Ich denke, dass es bessere Wege gibt für Mädchen sich mit dem Thema auseinander zu setzen und sich "zu behaupten" als dieses Buch.
Der Roman ist Teil einer Spinster-Girls Trilogie. Die anderen beiden Bände heißen "Was ist schon normal?" und "Was ist schon Liebe?".
Im Einband des Buches kann die Leserin sich einen Spinster-Girl-Button ausschneiden. Auf der eigenen Homepage www.spinster-girls.de und unter dem Hashtag #ichbineinspinstergirl besteht die Möglichkeit sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Außerdem gibt es dort eine Anleitung, wie man einen eigenen Spinster-Girl-Club gründen kann.
Man merkt sehr deutlich, dass die Autorin Feministin ist. Sicherlich ist es gut, dass man Mädchen Mut macht "Alarm zu schlagen", bei Dingen die gegenüber ihrem Geschlecht ungerecht oder übergriffig sind. Man muss aber auch aufpassen, dass dabei nicht zu viele "Fehlalarme" heraus kommen, die anderen schaden. Auch erweckt das Buch ein wenig den Eindruck, als wenn jedes Mädchen schon einmal Sexismus ausgesetzt gewesen wäre. Das kann man nicht verallgemeinern. Außerdem gibt es auch genug Jungen, die wegen ihres Geschlechtes oder ihrer sexuellen Orientierung schon einmal angefeindet wurden.
Wie gesagt, der Rezensentin sagt das Buch überhaupt nicht zu. Jeder sollte sich aber selber eine Meinung darüber bilden. Wem das vorliegende Buch gefällt, dem gefallen auch sicherlich die weiteren Bücher der Reihe. Rein "handwerklich" macht die Autorin aber einen guten Job.
[85 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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