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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW, c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

       
Autor:
Penzek, Till,   
Titel:
Als die Großen klein waren
ISBN:
978-3-7074-5228-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Neuhaus, Julia
Seitenanzahl:
48
Verlag:
G&G - Georg Glöckler, Wien
Gattung:
Sachliteratur / Sachbilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
16,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Wer von den „Großen“ erinnert sich nicht an Videorekorder, Wählscheiben, Photographieren mit maximal 36 Bildern und Bandsalat im Kassettenrecorder?
[atan 12 Berlin]
       
Lesealter:
6 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Generationen / Lebensstil
       
Beurteilungstext:
Die Liste der ausgestorbenen Gegenstände und damit verbundenen Lebensgewohnheiten (Telefonketten organisieren) ist lang. Till Penzek (*1976) hat sich erinnert und sie beschrieben, Julia Neuhaus (*1974) hat sie mit typischen Farben, Designs und Kontexten der 70er und 80er Jahre in Szene gesetzt. Es macht (den Erwachsenen) schon mal großen Spaß durch das Buch zu blättern und sich seufzend zu erinnern. Noch witziger wird es, seinen Kindern oder Enkeln von der eigenen Kindheit zu erzählen und die damaligen Lebensstile mit Heutigen zu vergleichen. Brauchen wir noch Lexika, Straßenkarten, Telefonzellen oder Videotheken? Was davon lohnt sich zu erhalten (im Falle eines Stromausfalls oder Funklochs), worüber lachen wir heute (Münzen am Telefon reiben damit sie nicht durchfallen) und was hat zumindest punktuell überlebt (Pen & Paper Rollenspiele)? Besser kann man generationenübergreifend (wie viele Generationen denn eigentlich?) gar nicht ins Gespräch kommen und dabei den heutigen lifestyle kritisch (Medienkonsum) oder dankbar (es darf nicht mehr überall geraucht werden) reflektieren.
Die sowohl ganzseitigen als auch vignettenhaften Bilder zeigen unterschiedliche Tiere mit menschlichen Eigenschaften, das macht das Ganze nochmal unterhaltsamer und karrikaturenhaft. Wenn man sich dann ausführlich mit der Vergangenheit und Gegenwart befasst hat, bleibt eigentlich nur noch ein Blick in die Zukunft. Dazu fordern Autor und Illustratorin am Ende des Buchs mit ein paar Fragen auf: wie werden wir reisen? Wie werden wir kommunizieren? Zudem ist man eingeladen seine Bilder von der Zukunft an einzusenden, damit sie auf die homepage zum Buch gestellt werden können (Bisher war erst ein Bild hochgeladen).
[atan 12 Berlin]
  
       

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