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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Kettendorf, Simone    
Titel:
FroschMahlzeit!
ISBN:
978-3-943833-07-2  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Brink, Mele
Seiten / Spielzeit (min):
60
Verlag:
edition Pastorplatz, Aachen
Gattung:
Erzählung
Reihe:
Jahr:
2014
Preis:
17,00 €   Buch: Hardcover
       
Inhalt:
Der Frosch Friedel ist Vegetarier, denn er mag nun mal keine Käfer und Fliegen essen. Darum will niemand mit ihm spielen. Auf der Suche nach Spielkameraden und vielleicht auch Freunden lernt er verschiedene Tiere kennen, rettet bei einem Brand Vielen das Leben und erkennt, was einen wahren Freund ausmacht.
[KOST Sachsen]
       
Lesealter:
4 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Außenseiterin/Außenseiter Ernährung Freunde
       
Anmerkungen:
tolles Buch zu verschiedenen ethischen Fragen wie Annahme, Freunde oder Einführungsgeschichte zu einer Projektwoche zu Ernährung,
       
Beurteilungstext:
Anders als Andere zu seine, führt bei den Menschen fast zwangsläufig zu Ausgrenzung. In zahlreichen Bilderbüchern und mit Tieren als Metapher wird das Thema aufgegriffen, so auch in diesem Buch.
Eigentlich ist Friedel wie seine Geschwister. Er liebt den Teich und die Seerosen, quakt und kann toll schwimmen. Nur mag er keine Tiere essen. Gras und Blüten mag er viel mehr. Das versteht seine Familie nicht. Die Mutter kocht ihm immer wieder leckere Gerichte und ist sauer, wenn er die Fleischbeilage liegen lässt. Die Geschwister spielen nicht mit ihm und verspotten ihn. Er ist sehr einsam! Zum Glück ist er trotzdem ein fröhliches Kind und zieht los, andere Spielkameraden und vielleicht auch Freunde zu finden. Das gestaltet sich jedoch schwierig. Die Einen fürchten, dass er sie frisst, die anderen wollen mit ihm Spiele spielen, die er als Frosch einfach nicht kann. So ist er immer wieder allein. Doch dann brennt es im Wald. Der kleine Frosch ist der Einzige, der weiß, wo die Tiere wohnen und warnt sie vor der heran nahenden Gefahr. Dann fordert er seine Familie auf, den anderen Tieren zu helfen. Nun endlich erkennt seine Mutter, was er für ein toller Kerl ist und ist bereit, ihn anzunehmen wie er ist und ihn vor seinen Geschwistern zu verteidigen. Und dann ist da noch der Marienkäfer, der den kleinen Frosch mag, aber recht misstrauisch war, dass der ihn doch nur fressen will. Nachdem er ihn lange heimlich beobachtet hat, weiß er, dass der Frosch wirklich Vegetarier ist und ein toller Kerl noch dazu. Allerdings hat er auch gesehen, warum es mit den anderen als Freunde nicht geklappt hat. Immer wollte der Frosch es ihnen gleich tun und sie erwarteten es von ihm. So zum Beispiel das Eichhörnchen, welches mit dem Frosch auf dem Baum Hasche spielen wollte. Der Marienkäfer will den Frosch so zum Freund, wie er ist und darum können sie auch wirklich Freunde sein. Den Anderen so zu wollen, wie er ist, ist die wichtigste Voraussetzung für eine Freundschaft- dies ist eine klare Aussage am Ende des Buches.
Die Zeichnungen, in zarten Farben gehalten, unterstreichen dies sensible, zwischenmenschliche Thema. Die Zeichnungen sind bei aller Problematik sehr bezaubernd und geben dem Buch einen besonderen Charme. Besonders ist auch die Schriftgestaltung. Es wird mit vielen Absätzen und großem Zeilenabstand gearbeitet. Durch Kursivschrift, fett Gedrucktem und farblicher Differenzierung werden Passagen besonders hervor gehoben. So ist das Buch, trotz seines doch erheblichen Umfangs sehr geeignet für Erstlesealter
[KOST Sachsen]
  
       

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