AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJUM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

9377 aktuelle Rezensionen, weitere 60212 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Bonitz, Asja    
Titel:
Myka und die Versteckschule
ISBN:
978-3-943833-13-3  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Brink, Mele
Seiten / Spielzeit (min):
76
Verlag:
Edition Pastorplatz, Aachen
Gattung:
Vorlesebuch
Reihe:
Jahr:
2016
Preis:
17,50 €   Buch: Hardcover
       
Inhalt:
Die kleine Pilzolette Myka kommt nach den Ferien in die Versteckschule. Da sie ein wenig Bammel vor diesem Lebensabschnitt hat und zu früh aus ihrem Drei-Jahreszeiten-Schlaf erwacht, begibt sie sich schon mal auf die Suche nach der Schule. Sie erlebt so manches Abenteuer und erkennt, wie wichtig das Lernen ist, um sich vor wilden Tieren und Pilzsammlern zu schützen, Situationen zu erkennen und gut im Leben zurechtzukommen.
[PF Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Einschulung Abenteuer Lernen
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Ein Buch mit einem solchen Cover wirkt wie ein Magnet, man fühlt sich regelrecht angezogen und ist gespannt ob die Erwartungen im Inneren des Buches erfüllt werden. Hier trügt der erste Eindruck nicht; sowohl die auffallend liebevollen Illustrationen wie auch die gefühlvolle Geschichte um die Pilzolette, bei der witzigerweise besonders interessant ist, dass sie selbst entscheiden kann, ob sie Mädchen oder Junge sein möchte, lassen den Leser und Zuhörer voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Sowohl die Protagonisten als auch alle anderen auftretenden Charaktere sind perfekt beschrieben und werden durch die treffenden Illustrationen zu einem Gesamtkunstwerk,
das sich wunderbar als Begleitbuch für Kinder, die in die Schule kommen, eignet.
Eikibufi... was für ein lustiges Wort! Als Einstieg gewählt, hat der Vorleser die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer direkt auf seiner Seite. Die sich daran anschließende tolle Beschreibung der Pilzoletten trägt dazu bei, eine genaue Vorstellung der seltsamen Wesen zu bekommen, sie ins Herz zu schließen und führt direkt zur Protagonistin Myka.
Der kleinen Pilzolette geht es oft wie so manchem Schulanfänger, wodurch sie sich in dem Buch leicht wiederfinden. Neugierig, mal etwas ängstlich, aber auch wissbegierig gehen sie mit ihr auf die Reise. Sie lernen, dass Veränderungen zum Leben dazu gehören und wichtig für die Weiterentwicklung sind. Ängste vor Neuem sind ganz normal, es ist spannend Neues zu entdecken. Genauso gehört zum Leben dazu, dass die Kinder lernen, dass es Dinge gibt, die sie nicht so gut können, sie Angst vor Fehlern haben und vor Versagen. Es ist so wichtig, die Kinder stark zu machen, dass sie im Alltag mit dieser Situation umgehen können und sehen: Alle machen Fehler und gerade aus Fehlern lernt man; diese Erfahrungen sind so wichtig. Durch ihre bisherigen Erfahrungen und ihr Wissen können die Kinder oft schon eine Situation im Buch überschauen, bevor sie vom Text her aufgeklärt wird: So erraten sie sicherlich schnell, das Myka sich im Spinnennetz verfangen hat oder sich bei einem Fliegenpilz unterstellt. Dies vermittelt ein positives Gefühl.
Die wörtliche Rede ist im gesamten Buch rot hervorgehoben, wodurch der Vorleser sie gut erkennt und sich auf stimmliche Veränderung einstellen kann. Diese Gestaltung bietet aber auch eine gute Möglichkeit, die größeren Kinder zum Mitlesen zu animieren, indem sie die wörtliche Rede übernehmen, eventuell sogar in Rollenverteilung.

[PF Nordrhein-Westfalen]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.