
Heinrich Wolgast
geboren
am
26.
Oktober
1860
in
Jersbek
bei
Hamburg
gestorben
am
24.
August
1920
Volksschullehrer, der Sozialdemokratie nahe stehend, Literaturpädagoge und Schulreformer (Hamburg)
1893 Mitbegründer der "Vereinigten Deutschen Prüfungsausschüsse für Jugendschriften"
1896 bis 1912 Schriftleiter der "Jugendschriftenwarte"
engagierter Kritiker einer "spezifischen" Jugendliteratur / er löste damit die Schund-Literatur-Debatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus - und beeinflusste sie maßgeblich
Seine Kritik richtet sich sowohl gegen alle politischen als auch moralischen Tendenzen und gegen triviale Massenliteratur, die der reinen Unterhaltung dient.
Eine ausführliche Beschreibung seines Lebens und Wirkens von Geralde Schmidt-Dumont finden Sie hier.
Hauptwerke:
Das
Elend
unserer
Jugendliteratur
(1896)
Vom
Kinderbuch
(1905)
Ganze
Menschen
(1910)
Siehe auch:
Gisela Wilkending, Kritik der Jugendlektüre. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Herausbildung der Hamburger Jugendschriftenbewegung, in: Ewers/Nassen/Richter/Steinlein (Hg.), Kinder- und Jugendliteraturforschung 1996/97, Stuttgart 1997, 38-68.
Rosemarie Ernst, Lesesucht, Schund und gute Schriften, Zürich 1991, 51-58, 65-71, 76-80, 101-120;
Gisela Wilkending, Mädchenlektüre und Mädchenliteratur, in: Bernd Dolle-Weinkauff/Hans-Heino Ewers (Hg.): Theorien der Jugendlektüre, Weinheim 1996, 105-125;
Hermann L. Köster, Geschichte der deutschen Jugendliteratur in Monographien, 4. Aufl. Braunschweig 1927, 385-443.