Der LesePeter
des Monats
Juli 2010

 
 

Hier finden Sie die bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel.

 

geht an Aleksandra Machowiak & Daniel Mizieliński

 
      für das Sachbuch  
      Treppe Fenster Klo  
         
         
         
         
     

Aleksandra Machowiak & Daniel Mizieliński: Treppe Fenster Klo
Die ungewöhnlichsten Häuser der Welt
aus dem Polnischen von Dorota Stroinska
Frankfurt/M: Moritz 2010
156 S * geb * 18 € * ab 10 J 
 

 
 

 

„Die ungewöhnlichsten Häuser der Welt“ - so der Untertitel dieses Buches - sind in diesem Buch (Format 20,5 x 20,5 cm) versammelt. Alle Häuser, die hier als Zeichnung dargestellt sind, existieren in Wirklichkeit und können mit Suchmaschinen im Internet gefunden werden. 
Ein Zuhause zu haben, bedeutet Schutz und Geborgenheit. Der verständliche Wunsch eines jeden Menschen und jeder Familie ist daher ein eigenes Heim. Manchen genügen vier Wände, für andere muss es ein festes Haus mit vielen Zimmern sein und andere wagen sich an neue Wohnformen und ungewöhnliche oder futuristische Häuser.
Die Ideen reichen vom „Erdhöhlenhaus“ über das „Ufohaus“ bis zum „Aufblasbaren Haus“. Zwanzig dieser architektonisch einmaligen Häuser stehen in Europa, drei davon in Deutschland, und 14 in anderen Teilen der Welt, fünf davon in Japan. Zwei farbige, doppelseitige Landkarten auf den Seiten acht bis elf zeigen mit kleinen Zeichnungen und Pfeilen den Standort der Häuser sowie die entsprechende Seitenzahl, so dass gezielt gesucht werden kann.

Die Häuser haben so blumige Namen wie „Das Birnenhaus“, „Das Schmetterlingshaus“, „Das große Haus mit den großen Stacheln“, „Das Haus auf dünnen Beinen“, „Das Seifenblasenhaus“ oder „Das Haselnusshaus“. Jedes Haus wird auf zwei, vier oder sechs Seiten mit farbigen Zeichnungen dargestellt, die einen Überblick über das Haus geben, ins Innere hineinschauen lassen und betitelte Einzelheiten zeigen.

Kurze, auch für Kinder verständliche Texte stellen das Haus vor, nennen die Erbauer und Architekten und zeigen mit Landesflagge und einem Kartenausschnitte den Standort. Zu Beginn des Buches werden auf einer Doppelseite 23 kleine, grafische Sinnbilder aufgelistet, die als Zeichenerklärung angeben, ob z. B. ein Haus aus Holz, Beton oder Glas besteht, ob es einen Schlafplatz, ein Bad oder ein Arbeitszimmer hat oder ob es in den Bergen, im Wald oder am Meer steht. Bei der Vorstellung der einzelnen Häuser finden sich diese Bilder wieder und geben so schnell eine umfangreiche Übersicht über Einzelheiten und Besonderheiten des Hauses.

Bei entsprechenden Gelegenheiten werden Informationen zu anderen, besonders interessanten Themen gegeben. So erfährt man bei dem “Haus unter dem Fass” auf einer folgenden Doppelseite, welche Arten von Wassertürmen es gibt und wofür sie benutzt wurden und werden. Bei dem „Ufohaus“ werden die verschiedensten Flugobjekte gezeigt und dazu Bilder von außerirdischen Wesen unter dem Titel „Wer kann dir im Ufo begegnen?“ Auch wird an geeigneten Stellen darauf hingewiesen, ob das Haus mit nachwachsendem Baumaterial erstellt wurde und ob erneuerbare Energien genutzt werden. 

Da sich in diesem Buch nur Zeichnungen der Häuser befinden, kann der Leser denken, man habe sich die Häuser nur ausgedacht. Leider gibt es in dem Buch keinen Hinweis auf Adressen im Internet, die die Häuser auf Fotos zeigen und weitere Informationen geben können. Allerdings ist es mit einer Suchmaschine möglich, alle - wirklich alle - genannten Häuser im Internet zu finden. So findet man z. B. das iranische Sandhaus unter:
http://www.akdn.org/images/programmes/akaa/zoom_akaa9_sandbag_1.jpg
Das deutsche Rucksackhaus ist zu sehen unter:
http://www.convertiblecity.de/projekte_projekt02_en.html
Das englische Mondhaus steht z. B. unter der Adresse:
http://nuvolo.wordpress.com/2006/09/11/ken-shuttleworths-crescent-house/
Häufig sind die Fotos im Internet offenbar Vorlage für die Zeichnungen im Buch gewesen.

In Schule oder im Elternhaus kann dieses Buch Anregungen geben, sich mit Wohnformen und Hausbauten zu beschäftigen. Man kann Modelle von eigenen Hausideen verwirklichen und dabei Materialerfahrungen machen und z. B. viele Erkenntnisse über Statik und Haltbarkeit gewinnen.   

 

 

Aleksandra Machowiak und Daniel Mizielinski, beide 1982 geboren, studierten Grafikdesign an der Kunstakademie Warschau und gründeten währenddessen das Hipopotam Studio (www.hipopotamstudio.pl), in dem sie sich mit Buchgestaltung, Webdesign und Typographie beschäftigen. Beide leben in Warschau. (Buchtext)

 

(gas für die AJuM der GEW)

 

 

       

 

       

 

 

Die Auszeichnung LesePeter wird monatlich vergeben von der

Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW

abwechselnd in den Sparten
 

Kinderbuch    

(01/05/09)

  (bj&lr)
Jugendbuch     (02/06/10)   (cjh&tk)
Sachbuch     (03/07/11)   (gas)
Bilderbuch     (04/08/12)   (uhb)
         
 
         
     

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