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Der LesePeter |
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Hier finden Sie die bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel. |
geht an Hilke Rosenboom |
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| für das Kinderbuch | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Olli wird großer Bruder | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hilke Rosenboom: Olli wird großer Bruder |
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Olli hat nichts dagegen, für ein paar Tage zu verreisen, aber doch nicht sieben Unterhosen lang. Mama will in Ruhe auf das neue Baby warten und Papa hat extra Urlaub genommen, um mit ihr zu warten. Olli soll zum dritten Opa fahren, obwohl die beiden sich nicht einmal kennen. Ob der Opa auch irgendwie übrig ist? Bevor der kleine Olli großer Bruder wird, wie es der Titel des posthum veröffentlichten Buches von Hilke Rosenboom (1957 – 2008) verspricht, muss er erst mal auf Ausquartierung zu seinem „dritten Opa“. Und das soll dann auch noch sieben Unterhosen lang dauern! In dieser Zeit wollen sich seine schwangeren Eltern auf ihr neues Baby vorbereiten. Olli ist das eigentlich viel zu lang. Aber der dritte Opa ist nett und wahrscheinlich „auch mal irgendwo übrig geblieben. So wie er selbst jetzt gerade.“ Allerdings spricht der alte Herr mit den Pflanzen! Olli hat Glück, er ist Teil einer intakten Familie, die nun größer wird. Die moderne Form der Patchworkfamilie lernt er nur aus der Großelterngeneration kennen, ziemlich verwirrend. Aber selbst die normale Familie stellt den kleinen Jungen vor enorme Herausforderungen. Seine Welt wird sich drastisch verändern und er muss damit leben lernen. Noch weiß er nicht, ob diese Veränderungen gut oder unangenehm für ihn werden. Er hat natürlich Vorstellungen und Wünsche, aber vor allem möchte er eins: Seinen Platz in der Familie unverändert behalten. Er fürchtet, dass das nicht so einfach funktionieren wird. Es ist vor allem die Sprache, die einen sofort verzaubert. Man hat tatsächlich den Eindruck, die Gedanken des kleinen Jungen zu lesen, mit seinen Augen zu sehen. Man hört die Worte eines Vierjährigen, die bei genauerem Hinsehen niemals die Worte eines Vierjährigen wären, oder doch? Kinder sehen die Welt einfach mit anderen Augen. Wir entdecken diese Welt in den kleinen feinen Sprachbildern, die nicht erklärt werden müssen, weil sie nur etwas Fantasie benötigen. Denn wer von uns misst schon den Weg oder die Zeit in halben Unterhosen. Besonders zauberhaft ist der Nachtspaziergang geschildert, auf dem Olli im Garten die ersten Weidenkätzchen entdeckt – und natürlich auch mit ihnen spricht. Hilke Rosenboom ist das gelungen, woran sie selbst immer geglaubt hat: „. . . dass man alle noch so schweren Botschaften federleicht verpacken muss, damit man einen Text wirklich gerne liest.“ Ute Krause unterstreicht mit ihren comicartigen Illustrationen den Eindruck der kindlichen Sicht besonders herzlich und witzig. Rundum ein großes Buch über kleine Leute, das kleine und große Leute begeistern wird.
(bj&lr für die AJuM der GEW) |
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