Der LesePeter
des Monats
Juli 2008

 
 

Hier finden Sie die bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel.

 

geht an Hermann Vinke

 
      für das Sachbuch  
      Die DDR  
         
         
         
         
     

Hermann Vinke: Die DDR
Ravensburg: Ravensburger 2008
256 Seiten * geb. * 19,95 € * ab 12
 

 
 

 

Der Untertitel des Buches “Eine Dokumentation mit zahlreichen Biografien und Abbildungen” beschreibt dieses lebendig geschriebene Sachbuch über die ehemalige DDR sehr anschaulich. Vor allem jugendliche Leser macht das Buch mit der Wirklichkeit des ehemaligen zweiten deutschen Staates vertraut.

Die zahlreichen Kurzbiografien bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten aus der DDR und der mit der Geschichte der DDR verbundenen Staaten verdeutlichen, dass hinter den geschichtlichen Fakten Menschen standen und stehen, die Täter oder Opfer waren, die den Staat für ihre Ziele genutzt oder unter ihm gelitten haben. Dabei ist aus den farbig unterlegten Seiten mit den Kurzbiografien, einem Bild und einem Kasten mit den Lebensdaten nur durch den Text erkennbar zu welcher Gruppe die beschriebene Person gehört.

In chronologischem Ablauf wird die Geschichte der DDR mit seinen Höhen und Tiefen, mit seinen guten und schlechten Seiten sehr sachlich dargestellt, so dass der Leser sich selbst ein Bild machen und sich eine eigene Meinung bilden kann.

Neben den Ereignissen in der DDR werden auch solche dargestellt, die mittelbar oder unmittelbar die Geschehnisse in der DDR beeinflusst haben. Dazu gehören z. B. der “Prager Frühling” ebenso wie “Was in Ungarn geschah” oder “Polen macht den Anfang”. Auch die Bemühungen einer Annäherung von Seiten der Bundesrepublik z. B. durch Willy Brandt werden ausführlich behandelt.

Die einzelnen Themen werden in großen Abschnitten mit jeweils einer farbigen Doppelseite eingeleitet und dann in überschriebenen Unterabschnitten abgehandelt, wobei ein Kapitel immer mit einer Seite oder einer Doppelseite abschließt. Dadurch werden die einzelnen Kapitel sehr übersichtlich. Die reichhaltige Bebilderung mit Dokumentaraufnahmen oder Porträts, Abbildungen von Gebäuden oder Plakaten machen die Darstellungen besonders anschaulich und verständlich.

Der Anhang bietet dem Leser eine Vielzahl von Adressen von Museen und Gedenkstätten, bei denen auch die Internet-Adressen angegeben sind. Neben dem ausführlichen Inhaltsverzeichnis verhilft ein ausführliches Register bestimmte Textstellen zu finden. Ein Literaturverzeichnis und ein Bildquellenverzeichnis beschließen das empfehlenswerte Buch, das vor allem der jüngeren Generation die Augen dafür öffnet, wie die Wirklichkeit in der DDR bis zur Wiedervereinigung aussah.

Bei Gesprächen z. B. mit ihren Eltern kann es Jugendlichen helfen die richtigen Fragen zu stellen und es hilft Eltern, die Fragen ihrer Kinder zufriedenstellend zu beantworten.

In den weiterführenden Schulen kann das Buch eine zuverlässige Informationsquelle für die jüngste deutsche Geschichte sein. Es kann aber persönliche Begegnungen mit Zeitzeugen nicht ersetzen.

Hermann Vinke, Jahrgang 1940, Journalist beim NDR, Radio Bremen und beim Deutschlandfunk. Als  Sachbuchautor ist er mit Das kurze Leben der Sophie Scholl (Dt. Jugendliteraturpreis, Buxtehuder Bulle) und Das Dritte Reich (Luchs) besonders hervorgetreten.

 

 

(gas für die AJuM der GEW)

 

 

       

 

       

 

 

Die Auszeichnung LesePeter wird monatlich vergeben von der

Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW

abwechselnd in den Sparten
 

Kinderbuch    

(01/05/09)

  (nn)
Jugendbuch     (02/06/10)   (pfg)
Sachbuch     (03/07/11)   (gas)
Bilderbuch     (04/08/12)   (uhb)
         
 
         
     

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