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Der LesePeter |
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Hier finden Sie die bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel. |
geht an Sabine Wiemers und Heinz Hanisch |
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| für das Bilderbuch | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein ganz gewöhnlicher Montag | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Sabine Wiemers & Heinz Janisch: |
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Alfred ist ein phantasievolles Kind. Er denkt sich seine Welt. Seine Mutter kennt das offensichtlich längst und benimmt sich entsprechend: "Mach keine Faxen", sagt sie. Nur seinem Lehrer sind Alfreds Ausflüge in die Welt des Möglichen nicht recht: „Du bist und bleibst ein alter Geschichten-Erfinder“ sagt er. Heinz Janisch erzählt chronologisch und geradlinig vom Aufstehen über Waschen, Schultasche packen, Schulweg, Ankommen bei der Schule, auf dem Schulhof bis zur Rückgabe der Aufsätze im Klassenraum. Ein Montag halt? Aber: Alfred schwebt, sein Spiegelbild steht auf dem Kopf wie die Bäume auf dem Weg, ein Raumschiff an der Ampel auf dem Gehsteig landet dort wie später auf dem Kopf vom Lehrer Obermann (witziges Wortspiel zu Oberlehrer Mann): Auch wenn Alfred all die Besonderheiten, die ihm widerfahren, seiner Mutter je mitteilt, für sie ist es ein ganz normaler Montag: "Zeit zum Gehen. Ich muss ins Büro." "Komm. Wir haben es eilig." "Du wirst noch Kopfweh kriegen. Morgen nehmen wir eine Mütze.", ist alles, was ihr dazu einfällt, wenn er ihr erzählt, dass der Apfel durchs Zimmer schwebt, Indianer um die Ecke flitzen, eine Frau aus einem Raumschiff nach dem Weg fragt, er einen Salto in Zeitlupe machen kann. Eine noch größere Geschichten-Erfinderin als Alfred ist Sabine Wiemers. Die Text-Geschichte ist schon merkwürdig genug für uns Normal-Fantasierende.
Die Bilder greifen diesen Text nicht nur auf, illustrieren ihn zwar, erfinden aber Der Text, der wie handgeschrieben ausschaut, beginnt jeweils mit einer Initiale (ein Kamm mit fehlenden Zinken wird da schon mal zu einem E), zunächst oft mit einem A (Als, Alfred, Auf) und greift dann in das Bild mit ein: Ein roter Faden aus einem Wollknäuel wird zu einem V, auf dem Fußboden im Klassenzimmer liegen Buchstaben (sowie ein Krokodil, eine Gans, merkwürdige Blüten) herum. Wahrscheinlich sehr zufällig liegt ein D da, mit dem man gut ein „Du“ beginnen kann. Toll, dass man sich als erwachsener Mensch derart in die Phantasiewelt eines Kindes hineindenken kann! Schön für uns, dass wir das betrachten (und vorlesen) dürfen. Durch die Vielfalt und Verschiedenheit des schier überquellenden Erfindungsreichtums hat dies Buch den LesePeter August 2004 verdient. Ausgangspunkt für eine über das bloße (Vor-) Lesen weitere Behandlung des Buches kann im Kindergarten oder in der Grundschule ein gegenseitiges Übertreffen im Finden sein. Das erfordert genaues Schauen, Abgleich mit der Wirklichkeit, Geduld, sprachliche Kompetenz: „Ich sehe zwei Fische. Einer kann fliegen.“ - „An einen Seifenblasenring kann man auch ein Netz knüpfen. Damit kann man ein Tier fangen, nämlich …“ – „Ein Turm ist sehr bestrickt und hat als Dach … (ein Schneckenhaus).“ „Alle Kühe stehen in einer Reihe, nur eine hat sich versteckt.“, usw. Man muss aber nicht mit dem Buch arbeiten, man darf sich auch einfach mit ihm vergnügen. Und beim zweiten Lesen ebenfalls. Und beim dritten…
(uhb für die AJuM der GEW) |
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Die Auswahl der Auszeichnung fällt nicht immer ganz leicht. Aus der Frühjahrsproduktion boten sich einige Titel an, mit dem LesePeter ausgezeichnet zu werden. Neben "Ein ganz gewöhnlicher Montag" kamen vier weitere Bücher in die engere Auswahl. Diese Rezensionen können in der Datenbank der AJuM der GEW aufgerufen werden oder per Klick auf den entsprechenden Titel. |
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Willi Glassauer & Hermann Löns: Mümmelmann. Berlin: Aufbau 2004 |
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Peter Schössow & Johann Wolfgang von Goethe: Meeres Stille und Glückliche Fahrt. München: Hanser, 2004 |
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Bernhard Lins & Alenka Sottler: Willi wünscht sich einen Bruder. Zürich: bohem press 2004 |
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Sandra Luchsinger: Paolos Glück. Eine Geschichte zum Weinen. Zürich: Atlantis bei Orell Füssli 2004 |
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