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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW, c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Azuma, Hideo    
Titel:
Der Ausreißer
ISBN:
978-3-937102-70-2  
Übersetzer:
Tsuwame und Rebiersch, Resel
Originalsprache:
Japanisch
Illustrator:
Azuma, Hideo
Seitenanzahl:
190
Verlag:
Schreiber & Leser, MĂŒnchen
Gattung:
Comic
Reihe:
Jahr:
2008
Preis:
14,95 €   Buch: Taschenbuch
       
Inhalt:
In dem autobiografischen Comic (Manga) “Der Ausreißer” beschreibt Hideo Azuma einen Abschnitt seines Lebens. Er verlĂ€sst eines Tages seine Familie und fristet fortan als Obdachloser sein Dasein, verdingt sich als Handwerker, verfĂ€llt dem Alkohol und landet in einer psychiatrischen Klinik. Schließlich kehrt er zurĂŒck in sein altes Leben und schreibt dieses Buch.
[PIGI Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
16 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
eingeschrÀnkt empf.
Schlagwörter:
AggressivitĂ€t Außenseiterin/Außenseiter Biografie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Hideo Azuma hat ein dunkles Kapitel seines Lebens als Manga umgesetzt, und das in einer ironischen Art und Weise, die auf manchen Leser sehr bedrĂŒckend wirken kann. Die Beschreibung seines Daseins als Obdachloser und Alkoholiker wirken abstoßend; fĂŒr labile Leser ist sie eher ungeeignet. Selbstkritische Töne im Zusammenhang mit dem Verlassen seiner Familie sind nur ansatzweise im beigefĂŒgten Interview vorhanden. Die Antworten in diesem Interview findet Azuma meistens zum Lachen, was selbstironisch wirkt, aber beim Leser nicht immer VerstĂ€ndnis findet. Der Autor meint, dass der Manga eine positive Weltsicht einnĂ€hme und vom Stil her funny sei. Der Leser erfĂ€hrt im Interview, dass der Autor sein Leben wieder in den Griff bekommen hat. Dies ist wohl der einzige Teil des Mangas, der eine positive Weltsicht einnimmt. Der Stil ist nicht lustig; der Comic ist teilweise monoton geraten und witzige Elemente kaum festzustellen.
Da von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen werden muss, verlangt es etwas Einlesezeit. Die Handlung ist teilweise wirr und springt so stark hin und her, dass man beim Lesen an der richtigen Reihenfolge der einzelnen Sequenzen zweifelt. Die Zeichnungen an sich sind klar und deutlich, die Stimmungen der dargestellten Personen sind an Gestik und Mimik gut zu erkennen. Sowohl das Interview mit dem Autor in den aufklappbaren Einbandseiten sowie der kurze Lebenslauf am Ende geben mehr Hintergrundinformation zur Thematik des Comics und runden diese ab. In sich gefestigte Leser ab 16 Jahren könnten an diesem Buch Gefallen finden.
[PIGI Nordrhein-Westfalen]
  
       

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