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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW, c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Wolgastpreis:
 
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Autor:
Engelmann /Fiechtner, Reiner / Urs M.    
Titel:
Kinder ohne Kindheit - Ein Lesebuch ĂŒber Kinderrechte
ISBN:
3-7941-8045-3  
Übersetzer:
/
Originalsprache:
/
Illustrator:
Blau, Aljoscha
Seitenanzahl:
224
Verlag:
SauerlĂ€nder bei Patmos, DĂŒsseldorf
Gattung:
Anthologie
Reihe:
/
Jahr:
2006
Preis:
19,90 €   Buch: Hardcover
       
Inhalt:
Autorinnen und Autoren berichten von Kindern, die der Armut, dem Hunger, Krankheiten und BĂŒrgerkriegen wehrlos ausgeliefert sind und fordern die Einhaltung der Menschenrechte fĂŒr Kinder ĂŒberall in der Welt.
[Wie Hessen]
       
Lesealter:
14 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Armut, Hunger, Krankheiten
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Nachdem das Herausgeberteam Engelmann / Fiechtner bereits “Ein Menschenrechte - Lesebuch ĂŒber die wirtschaftlichen und sozialen Rechte” veröffentlichte, liegt nun von ihm eine Anthologie unter dem Titel “Kinder ohne Kindheit - Ein Lesebuch ĂŒber Kinderrechte” vor. Darin wird ĂŒber Kinder verschiedener Kontinente berichtet, denen Kindheit verweigert wird, weil sie der WillkĂŒr der Familie oder des Staates ausgeliefert sind.Auf diese Situation macht der LiedersĂ€nger Wolfgang Niedecken in seinem Vorwort aufmerksam, der zusammen mit der Tagesthemen-Moderatorin Anne Will Botschafter der Aktion “Gemeinsam fĂŒr Afrika” ist.
Die Anthologie ist in sechs Kapitel unterteilt, die jeweils mit Schwarz-Weiß-Vignetten von Aljoscha Blau eingeleitet werden. Jedem Kapitel sind Berichte ĂŒber die Situation der Kinder in verschiedenen LĂ€ndern zugeordnet. Die wiederum als Lesebuch konzipierte Anthologie bietet sich zum Einsatz im Unterricht an. SchĂŒlerInnen können durch BeschĂ€ftigung mit den einzelnen Texten zu der Erkenntnis gefĂŒhrt werden, dass die Rechte der Kinder - auch in der Bundesrepublik Deutschland - zwar gesetzlich gesichert sind, der Missbrauch “elterlicher Gewalt” aber, wie der juristische Fachausdruck lautet, selten eingeklagt wird, da es jeweils extremer VerhĂ€ltnisse bedarf, den Raum der Familie zu betreten, der als PrivatsphĂ€re gilt. Die Auseinandersetzung mit den Texten fĂŒhrt das Elend eines Kindes vor Augen, das misshandelt, missbraucht oder ausgebeutet wird, obwohl es doch “zur vollen und harmonischen Entfaltung seiner Persönlichkeit in der Familie und umgeben von GlĂŒck, Liebe und VerstĂ€ndnis aufwachsen” sollte. So jedenfalls heißt es in der PrĂ€ambel und in den Artikeln zum “Übereinkommen ĂŒber die Rechte des Kindes”, die im Anhang des Buches nachgelesen werden können. Die Anthologie kann dazu beitragen, sich fĂŒr die Rechte der Kinder in der Welt in eigenen Aktionen zu engagieren (Beispiele dafĂŒr werden beschrieben). Zudem kann das Buch zur Beobachtung des eigenen Verhaltens gegenĂŒber Kindern auffordern, die “Jenseits von Nike und Nokia hĂ€ufig gar nicht ernst genommen” werden. Die BeschĂ€ftigung mit den Texten des Lesebuches macht sensibel fĂŒr Verletzung der Menschenrechte im eigenen Land und anderswo und ist darum zu empfehlen.
[Wie Hessen]
  
       

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