GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Kaléko, Mascha
Titel Wie’s auf dem Mond zugeht
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Ballhaus, Verena
ISBN 978-3-414-82224-6 Reihe Gedichte für neugierige Kinder
Verlag Boje, Köln, 2010
Seitenzahl 77 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Lyrik
Zielgruppe 6-7
8-9
12-13
10-11
Inhaltsangabe Dieser Gedichtband von Mascha Kalekó führt kreuz und quer durch Deutschland, er entführt uns auf den Mond und beschreibt die Lebensweise dort und erzählt davon, wie es wäre ein Wolke oder ein Motte zu sein.
Beurteilungstext Mascha Kalekó ist mit ihren, wie sie es selbst nannte "Gebrauchsgedichten" dem Leser sehr nah. In eingängigen Reimen und Versen erzählt sie zum einen von den kleinen Dingen des Alltags, wie zum Bespiel dem Opa, der eine Pille hat, die einfach alles kann oder von einem Rezept, mit der man die Mutter zum Kochen bringen kann. Auf ihre ganz besondere Weise erzählt Mascha Kaléko diese Begebenheiten mit viel Witz und Fantasie. Sie spielt mit den Möglichkeiten der Worte und entwirft fantastische Welten, die doch ihren Ursprung in unserer Welt haben. Die berühmten Was-wäre-wenn-Fragen greift sie genauso auf, wie die Jahreszeiten und den Advent. Bei ihr wirken allerdings die alltäglichen kleinen Dinge immer besonders schön, herausgestellt und mit literarischen Bildern geschmückt. Sie inszeniert Limericks über unterschiedliche deutsche Städte, Abzählverse, Schlafliedchen, die aber nur wenig an die klassischen Vertreter dieser lyrischen Formen erinnert und denen sie ihre eigene Note gibt.
Unterstrichen werden die Gedichte durch die Zeichnungen von Verena Ballhaus. Die groben Entwürfe von Verena Ballhaus, im grafischen Stil gehalten, aber doch mit Pinsel gezeichnet, spiegeln den witzigen Charakter der Gedichte wider, lassen aber auf der anderen Seite genug Raum, dass Gedichte wirken können. In An manchen Stellen entwickelt sich auch ein spannungsreicher Gegensatz zwischen der groben Zeichnung und dem feinsinnigen Gedicht.
Insgesamt ist der Band sehr gelungen und großen wie kleinen Lesern unbedingt zu empfehlen.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 ar, Sachsen-Anhalt

  in der AJuM Datenbank Ja
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