GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Huseinovic, Andrea Petrlik
Titel Wendelin, der Weiße Storch
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-939944-43-0 Reihe
Verlag Tulipan, Berlin, 2010
Seitenzahl 40 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
6-7
Inhaltsangabe Nacherzählung von Paul Maar: Wendelin, der Weiße Storch, lebt in einem kleinen kroatischen Dorf zwischen grünen Wäldern und Sonnenblumenfeldern. Doch dann bricht plötzlich der Krieg aus, und Wendelin muss fliehen. Er fliegt um die Welt auf der Suche nach einer neuen Heimat, bis er einen Schwarm Weißer Störche trifft, die ihm den Weg ins Storchenparadies zeigen.
Beurteilungstext Wendelin ist seiner Heimat Kroatien sehr verbunden, es ist für ihn die heile Welt in der er sich geborgen fühlt. Die beiden ersten Bilder bringen dies sehr gut zur Geltung. Wendelin liebt nicht nur seine Heimat, er freut sich über die Dorfkinder, die fröhlich singen und spielen. Dann bricht der Krieg aus, die Doppelseite zu diesem Ereignis ist schwarz grundiert, nur ein Kind mit wehenden Haaren und angstvoller Gestik und der fliegende Storch mit traurig geschlossenen Augen veranschaulichen das Entsetzliche. Auch ohne den Text versteht jeder, auch die kleinsten Kinder, den Sinn dieser Szene. Es folgt die Flucht, der Flug durch die lange Nacht, ebenfalls mit tiefschwarzem Hintergrund. In der darauf folgenden Zeit der Suche nach einer neuen Heimat quält sich Wendelin durch Lärm, Qualm und das Chaos der Großstädte. Vollkommen klar, dass ein so großer Vogel hier nicht glücklich werden kann. Etwas konstruiert taucht ein Internetcafé auf, in dem ein Kind gerade aus den Webseiten des Dorfes “Cigoc” vorliest, dass dies das erste Storchendorf in Europa ist, in dem mehr Störche als Menschen leben. Leider versteht Wendelin die Menschensprache nicht. Er fliegt weiter und trifft im nächsten Bild im glühenden Abendrot einen ganzen Schwarm Störche, denen er sich anschließt. Logisch ist dann, dass sie gemeinsam in das Dorf “Cigoc” fliegen und sich dort niederlassen.
Es folgen auf den letzten 4 Seiten Informationen zum Dorf “Cigoc” und zum Lebensraum der Störche, sowie Hinweise auf Hilfsaktionen zur Rettung der Störche - gut, aber: Obwohl in diesem Bilderbuch der Krieg mit einem Bild so präsent war, wird leider kein Wort gesagt über Hilfemöglichkeiten für die kroatischen Kinder, die als Kriegsopfer doch so zu leiden hatten.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 scho, Bremen

  in der AJuM Datenbank Ja
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