GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Hunter, Erin
Titel Stunde der Finsternis
Übersetzer / Originalsprache Levin, FriederikeEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-407-81069-4 Reihe WarriorCats 6
Verlag Beltz, Weinheim, 2010
Seitenzahl 338 Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 10-11
12-13
14-15
Inhaltsangabe Eine Prophezeiung, eine Initiation und viele Schatten der Vergangenheit: Der lange Weg von Sammy, dem Hauskätzchen zu Feuerstern, dem Anführer des DonerClans, strebt unaufhaltsam auf seinen Höhepunkt zu. Was wird aus seinem geschwächten Clan? Kann er den drohenden Krieg der Clans abwenden - oder für sich entscheiden? Welche Rolle wird sein alter Widersacher Tigerstern spielen? Welche der verwahrloste und brutale BlutClan, der von dem psychopathischen Geißel angeführt wird?
Beurteilungstext Nicht einmal der SternenClan der toten Krieger scheint Rat zu wissen - und so schliddert die Katzenwelt unaufhaltsam auf die finale Konfrontation zweier ClanBünde zu…
Spannend, spannend, das Finale im Wald - und das Autorenkollektiv namens Erin Hunter wartet durchaus mit einigen Überraschungen auf: So entpuppt sich der machtgierige und über tausend Seiten aufgebaute Erzschurke Tigerstern fast schon als Papiertiger, der seiner letzten Sünde, nämlich zum Steigbügelhalter des wahnsinnigen Geißel geworden zu sein, zum Opfer fällt.
Im Roman schließen sich so manche Kreise: Feuerstern wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und gerade bei der "politischen" Handlungsebene auf dem Weg zur letzten Schlacht wird wie zu Beginn deutlich, wie eng das einerseits kleinmaßstäbliche Geschehen im Wäldchen, das doch andererseits gleichzeitig aus Katzenperspektive die Welt ist, am Weltkriegsgeschehen (in der britischen Lesart) modelliert ist: Tigerstern, der einst den Hitlerverschnitt Braunstern stürzte, wird zum verratenen und verkauften Vasallen à la Mussolini, bevor die Alliierten Wind- und DonnerKatzen nolens volens gegen die Achse des Bösen anrennen müssen.
Was nach sechs Bänden bleibt, ist die Erinnerung an einen epischen Bildungsroman, der mit moderat gesetzten phantastischen Elementen das Kleine ganz groß erscheinen hat lassen.
Da kann Beltz gerne direkt mit einem der Folgezyklen weitermachen!
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 jr, Bayern

  in der AJuM Datenbank Ja
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