GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Carolyn Curtis & Alison Jay,
Titel Spaziergang mit dem Mond
Übersetzer / Originalsprache Boudart, AnnemarieEnglisch
Illustrator Jay, Alison
ISBN 978-3-629-01469-6 Reihe
Verlag Pattloch bei Droemer, München, 2010
Seitenzahl 36 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hartpappe Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
0-3
6-7
8-9
ab 18
Inhaltsangabe Ein wunderschönes dickes Hartpappe-Buch mit abgerundeten Ecken und wunderbar nostalgischen Bildern auf Doppelseiten, deren Ecken ebenfalls gerundet sind und Platz für einen kurzen poetischen, gereimten Text lassen. Einen Spaziergang bei Nacht hat der Junge gemacht, aber er war nicht allein, denn der Mond begleitete ihn - und manche ein Nachttier für wenigstens für eine kurze Zeit.
Beurteilungstext Wir erleben mit den beiden, Junge und Mond, was sich alles tut in der Zeit, in der wir eigentlich still und träumend in unserem Bett liegen.
Alle Bilder - und auch die restlichen Seiten - sind mit der Struktur von gerissenem Lack alter Ölbilder überzogen. Der Junge, den wir bei seinem Nachtspaziergang begleiten, hat selbst ein großes Mondgesicht - wie eine bemalte Holzkugel auf einem Holzdübelhas. Arme und Beine laufen spitz, auf kleine Hände und winzige Füße zu. Sein Gesichtsausdruck ist neugierig und "tumb" zugleich, die Nacht ist nicht seine Zeit. Wir erfahren auch nicht, warum er gerade jetzt beschloss, einen Nachtspaziergang zu machen. Er selbst erzählt, dass die Nacht still war, und wir sehen, dass sie einen warmen Tag beschließt. Nur wenige weiße Wolken bestärken den Himmel, und der Mond hat Krater, aber auch ein Gesicht. Zwei dünne Arme und Beine sind am Kopf festgewachsen. Ziemlich nutzlos, aber so kann er sich einmal die - nicht vorhandenen - Ohren zuhalten und sich von unserem Jungen an die Hand nehmen zu lassen, damit die beiden das feuchte Gras spüren können und "allen Krabbeltieren" ausweichen.
Zwischendurch wird sogar der Mond ein bisschen müde, und als unser Junge nach vielem Erleben endlich seinen Schlaf findet, da hat auch Lena, der wir das Buch vorlesen, ihre Augen längst geschlossen.

Der auch in der Übersetzung sehr gelungene Text nimmt die Stimmung auf, die von Matthias Claudius in seinem Mondgedicht ausgeht, das unvermittelt am Schluss abgedruckt ist. Kurz zuvor wird eine Doppelseite genutzt, um einen kleinen Überblick zu geben über die Mondphasen und die Nachttiere, die auch kleine Hauptrollen spielen durften.

Ein schönes Einschlafbuch für viele Abende.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 uhb, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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