GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Paver, Michelle
Titel Seelenwächter
Übersetzer / Originalsprache Jung, Gerald und Reinhardus, SabineEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-570-12910-4 Reihe Chronik der dunklen Wälder
Verlag cbj, München, 2010
Seitenzahl 303 Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Dunkel sind die Wälder vor 6000 Jahren und voller Mystik. Als der Winter mit einem heftigen Eissturm einsetzt und die Nacht der Seelen näher rückt, ist für Torak der Zeitpunkt gekommen, den alles entscheidenden Kampf gegen Eostra, die Eulenschamanin und letzten Seelenesser, aufzunehmen. Eostra ist fest entschlossen, den letzten Kampf zu gewinnen, um mit Toraks Gabe des Seelenwanderns für immer die Macht über alle Völker an sich zu reißen.
Beurteilungstext Das Finale ist erreicht, der sechste und letzte Band liegt vor. Er beginnt mit den Vorbereitungen für den letzten und alles entscheidenden Kampf. Graue Motten überziehen das Land mit der Schattenkrankheit, dann entfesselt Eostra unvorstellbar eisige Schneestürme, doch das gemeinste ist, dass sie immer wieder mit den fiesesten Tricks versucht, Torak von Wolf und Renn zu trennen. Die Geschichte bleibt also bis zum Schluss spannend.
Für die Beschreibung des eisigen und kahlen Nordens und die Überlebensstrategien der dortigen Bewohner diente der Autorin ein winterlicher Aufenthalt im finnischen Lappland und im Dovrefjell-Hochland in Norwegen.
Für die "geografische" Orientierung enthält das Buch wieder eine Skizze des fiktiven Terrains mit Eintragungen zur Topografie. Im Vergleich mit der Karte in “Blutsbruder” fällt auf, dass die Clans ein Stückchen weiter gezogen sind.
Aufgrund der gründlichen Recherchen der Autorin sind alle sechs Bände auch sehr lehrreich, denn sie vermitteln gut, wie Menschen in der Steinzeit in unterschiedlichen Gegenden gelebt und überlebt haben. Sie streiften in kleinen Sippen umher, manche schlugen ihr Lager nur für ein paar Tage irgendwo auf, andere blieben für einen ganzen Sommer am gleichen Ort. Sie wussten alles über Tiere, Bäume, Pflanzen und Steine. Wenn sie etwas benötigten, wussten sie entweder, wo sie danach suchen mussten, oder sie fertigten es an.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 scho, Bremen

  in der AJuM Datenbank Ja
  Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.
 
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund