GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Schlieper, Birgit
Titel Schmerzspuren
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-570-30576-8 Reihe cbt
Verlag cbj, München, 2010
Seitenzahl 160 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Die Erzählung schildert ein halbes Jahr aus dem Leben des 14-jährigen Ben. Er wohnt in Frankfurt am Main, in seiner Klasse ist er ein durchschnittlicher Schüler, er spielt Hockey und musiziert in einer Band. Als sein Freund in eine andere Stadt zieht, bewältigt er den Alltag plötzlich nicht mehr. Er ritzt mit einem Messer seine Unterarme auf, und erst als es blutet, kann er sich beruhigen. Einmal wird er bewusstlos.
Beurteilungstext Die Figuren des Jungen und der Mutter sind sehr realistisch gezeichnet. Durch die psychologisch tiefgründige Sicht auf das Innenleben des Jungen und die völlig kontroversen Reaktionen der Mutter auf die verschiedenen Verhaltensweisen Bens gewinnt der Text an Glaubwürdigkeit, und der Leser vermag die Ursachen des außergewöhnlichen Handelns des Jungen besser zu verstehen. Durch die Konfrontation Bens mit den Mitgliedern der Musikgruppe oder mit Lea, der Sängerin, die er lieb zu gewinnen scheint, wird eine Konfliktentwicklung gestaltet, die Spannung erzeugt. Der jugendgemäße Jargon, die lockeren Sprüche, die teilweise sehr originell sind, die deftigen und ironischen Wertungen der Jungen untereinander vermitteln ein angemessenes Klima und eine realistische Milieudarstellung. Es ist interessant und lesenswert, welche Ursachen zu derart unkonventionellen Methoden der Beruhigung, die sogar gesundheitsgefährdend werden können, führen: bei ganz normalen Kindern und Jugendlichen und in einer alltäglichen Umgebung. Denn Ben scheint ja seine schulischen Anforderungen ohne größere Probleme und Hilfen bewältigen zu können. “Normal” oder ein psychologischer, gar psychiatrischer Fall?
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 rene, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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