GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Benrath, Ruth Johanna
Titel Rosa Gott, wir loben dich
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-86521-879-7 Reihe
Verlag Steidl, Göttingen, 2009
Seitenzahl 176 Preis 16,00 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 14-15
16-17
Inhaltsangabe Marie, inzwischen Jugendliche, wächst in einer streng religiösen Familie auf. Sie versucht aus dieser Enge auszubrechen, eine Freundin und dann ihr Freund sind ihr eine große Stütze dabei. In dieser Entwicklung findet sie schließlich zu sich selbst, auch zu ihrem eigenen Schreibstil.
Beurteilungstext Marie und ihr jüngerer Bruder wachsen in einer streng religiösen Familie auf. Sie selbst hat ein Nierenleiden, und muss mehrere Krankenhausaufenthalte über sich ergehen lassen. Diese Untersuchungen und OPs am Unterlaib sind ihr äußerst unangenehm. Diese Erfahrung beeinträchtigt sie später bei ersten Kontakten mit Jungs.
Sie lernt im jugendlichen Alter eine gute Freundin kennen, die ihr eine große Hilfe ist auf dem Weg zu sich selbst. In der von Nonnen geführte Mädchenschule eckt sie an. Ein junger Mann wird immer wichtiger für Marie. In der Theater-AG der Schule kommen sie sich näher, Marie verliebt sich, sie spürt auch die veränderten körperlichen Bedürfnisse. Durch Notlügen zu Hause verschafft sie sich die nötigen Freiräume. Da ihre Mutter für mehrere Wochen in eine Klinik muss (vermutlich wegen psychischer Belastungen), werden Marie mehr Aufgaben in der Familie übertragen. Es gelingt ihr dennoch ihren eigenen Weg zu gehen und entdeckt das Schreiben für sich. Sie entwickelt einen ganz eigenen Stil dabei.
In einer Situation der Überforderung schneidet sie sich die Pulsadern auf, und erwacht in einer Klinik. Ihre Mutter ist wieder aus der Kur zurück. Marie ordnet ihr Leben neu, der jugendliche Schwarm ist nicht mehr interessant und begehrenswert.
In diesem Roman kann man den Weg einer jungen Frau zu sich selbst verfolgen. Unbeirrbar, mit Kraft, Individualität sucht Marie ihren persönlichen Weg aus der Enge der Familie und Schule. Ihr stehen viele Dinge offen, das weiß bzw. spürt sie nun.
Der Roman ist aus der Beobachterrolle geschrieben, aber stets nah an der Protagonistin. Erst liest sich das Buch etwas befremdlich, nicht ganz flüssig. Zunehmend gewöhnt man sich an den Stil der Autorin.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Ter, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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