GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Franzobel,
Titel Phantastasia oder Die lustigste Geschichte über die Traurigkeit
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Keidies, Antje
ISBN 978-3-8000-5534-0 Reihe
Verlag Ueberreuter, Wien, 2010
Seitenzahl 127 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 10-11
Inhaltsangabe Hannibal hat seine Eltern verloren und wird seitdem von großer Traurigkeit verfolgt. Er wird von der Kinderheimbetreuerin beim Nachbarn abgegeben. Dieser hat drei sprechende Dackel, die dem Jungen helfen wollen, die große Traurigkeit zu überwinden. Sie begeben sich auf eine ungewöhnliche Abenteuerreise auf der Suche nach der großen Zauberin, deren Namen Hannibal erraten muss, bevor sie ihm helfen kann. Eine scheinbar unlösbare Aufgabe, die am Ende doch überraschend leicht zu lösen ist.
Beurteilungstext Hannibal macht sich gemeinsam mit drei sprechenden Dackeln auf die Suche nach der Zauberin von Phantastasia, die ihm helfen soll, seine große Traurigkeit zu überwinden. Bevor er das schafft, muss er so manche unüberwindbar scheinende Hürden meistern. Dabei helfen ihm natürlich seine drei Freunde, die Dackel.
Franzobel versucht auf eine sehr fantasiereiche Art und Weise den Übergang vom Kind zum Erwachsensein zu erzählen und vermischt dabei die reale mit der fantastischen Welt. Die Trauer über den Verlust der Eltern vermischt mit der Pubertät eines Jungen scheint eine ausweglose Situation für Hannibal zu sein. Wie wichtig dabei Freunde und eine große Portion Mut und Ehrgeiz sind wird dem Leser schnell klar. Die Geschichte ist witzig und kindgerecht geschrieben und spiegelt die Zeit der Pubertät gut wieder. An manchen Stellen ist man im ersten Moment etwas irritiert über die Ausdrucksweise, z. B. “Ein besoffenes Rotkäppchen, ein rülpsendes Schneewittchen...”, aber genau diese Sprache macht es dem Leser möglich, sich in das Leben eines Teenagers hineinzudenken. Unterstützt wird dieses durch die witzigen, fantasievollen Bilder. Der Leser wird detailliert mit den Charakteren des Buches vertraut gemacht. Allein die Namensgebung vermittelt eine bildliche Vorstellung der Personen. Besonders die Tatsache, dass man bei vielen Situationen erst beim Weiterlesen erfährt, ob sie real oder in der Fantasiewelt stattfinden, motiviert den Leser, das Buch weiter zu lesen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Tar, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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