GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Ullrich, Hortense
Titel Ohne Chaos keine Küsse
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-522-50069-2 Reihe
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2009
Seitenzahl 188 Preis 9,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Liebesgeschichte
Zielgruppe 12-13
Inhaltsangabe Jojo beschließt, sich bei der Schultheaterproduktion von Romeo und Julia zu bewerben, da sie unbedingt verhindern will, dass ihre Erzfeindin Serafina die Hauptrolle erhält. Jojo weiß genau, dass es Serafina nicht um die Rolle, sondern um den Mädchenschwarm Tim geht, der eigentlich an Jojos Seite stehen sollte. Leider kommen Jojo viele Pleiten, Pesch und Pannen in den Weg.
Beurteilungstext Mit ihrem Mädchenroman bietet Hortense Ullrich eine weitere Ausführung chaos- und intrigenreicher Verwechslungsgeschichten. Der Titel “Ohne Chaos keine Küsse” ist damit Vorbote der pannengespickten, lustigen Herz-Schmerzstory um Jojo und ihre Erzfeindin Serafina, die ihr mit aller Gewalt den Freund auszuspannen versucht. Die Theateraufführung von Romeo und Julia, die den Hintergrund der Geschichte um Liebe, Freundschaft und Verrat bildet, bringt dabei leider keine neuen Wendungen. Die Charaktere sind zwar lustig, abwechslungsreich und durchaus lebendig, allerdings kann man dies von der eher vorhersehbaren, etwas zu dick aufgetragenen bisweilen exzentrischen Geschichte nicht behaupten. Viele lustige Ereignisse, die Jojo widerfahren und ihren Erfolg in weite Ferne rücken lassen, sind zwar durchaus amüsant und aufwühlend, da sie den Leser mit Jojo leiden lassen, doch ist der Erzählstil über weite Teile sehr gehetzt, oberflächlich und lässt damit einen emotionalen Tiefblick in die Charaktere nicht zu. Das Buch ist in Ich- Form geschrieben und suggeriert durch Datumsangaben eine Art Tagebuchauszug, leider wird dieser Stil durch lange eher personale Erzählsequenzen immer wieder gestört, sodass die Datumsangaben eher überflüssig erscheinen.
Eine klassische ins Moderne geschriebene Liebesgeschichte, die leider keine Überraschungen bereithält und ein allzu klischeehaftes Bild von pubertierenden Mädchen und ihren Liebeserfahrungen hinterlässt.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 SZ, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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