GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Westerfeld, Scott
Titel Midnighters Die Erwählten
Übersetzer / Originalsprache Levin, FriederikeEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-551-35786-1 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2010
Seitenzahl 309 Preis 7,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 14-15
16-17
12-13
Inhaltsangabe Jessica Day kommt mit ihrer Familie von Chicago in eine kleine Stadt in Oklahoma. In Bixby geht sie nun in eine neue Schule und lernt dort zwei Mädchen und zwei Jungen kennen, die, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, ebenso wie sie selbst um Mitternacht geboren wurden und in der Stunde nach Mitternacht die seltsamsten Dinge erleben. Bösartige Monster verfolgen sie in dieser Zeit, denen sie sich kaum zu erwehren wissen.
Beurteilungstext Die Geschichte ist zunächst so erzählt, als ob es bei Jessica ein böser Traum wäre, dem sie in einer der ersten Nächte in der neuen Umgebung zum Opfer fällt. Aber es wird dem Leser schnell klar, dass es sich um reales Geschehen handelt, dem man sich zwar schwer entziehen kann, das aber höchst unwahrscheinlich daher kommt. Mit den Mitschülern Jonathan und Rex, den Freundinnen Dess und Melissa erkennt Jessica bald, dass ihr in der schwerwiegenden Stunde nach 24 Uhr Darklinges und Schlangen das Leben erschweren, vor denen sie kaum zu flüchten vermag. Nur Jonathan hilft ihr wirklich, indem er seine spezielle Eigenschaft benutzt, fliegen zu können. So können sie gemeinsam dem Unheil entrinnen. Jeder der vier neuen Freunde hat eine solche spezielle Begabung, mit der man sich gegenseitig hilft und das Schicksal erträglicher macht, so aus der Art geschlagen zu sein. Das Handlungsgeschehen in der Schule und in den Familien wird so dargeboten, als sei es real, und vor Mitternacht wird es plötzlich wie ein Traum, in dem Monster und Horror die Oberhand gewinnen. So wird das Ganze zwar abenteuerlich erlebt, aber so recht nachzuvollziehen ist die doppelte Struktur der Handlung für mich nicht. Flüssig erzählt ist alles, einschließlich der Wechsel zwischen beiden Ebenen. Hingegen bleiben die Charaktere der fünf Protagonisten recht schwach, undifferenziert. Und die Kreaturen der blauen Stunde sind zwar abschreckend, aber eigentümlich blutleer.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 rene, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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