GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Estrella, Melanie
Titel Luzie findet einen Vogel
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Scharnberg, Stefanie
ISBN 978-3-411-70830-7 Reihe Lesedetektive
Verlag Brockhaus - Meyer/Duden, Mannheim/ Leipzig, 2010
Seitenzahl 48 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erstlesetext
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Luzie findet einen winzigen grau-gelben Vogel auf dem Fußweg. Sie nimmt ihn mit nach Hause, da sie nirgendwo die Vogelmutter entdecken kann. Pieper bekommt ein Nest gebaut und geschickt recherchiert Luzie im Internet, welche Nahrung das Vogelbaby benötigt. Als sie in den Urlaub nach Dänemark aufbrechen, kommt Pieper selbstverständlich mit. Er lernt das Fliegen, doch eines Tages geht es ihm gar nicht mehr gut. Er mag nichts mehr fressen und als sie abends vom Strand kommen, ist Pieper tot.
Beurteilungstext Die Erzählung endet unerwartet traurig, der Kontrast zwischen den fröhlichen, unbeschwerten Ferien in Dänemark und dem Tod eines geliebten Tieres könnte kaum größer sein. Durch Luzies liebevollen und verständnisvollen Eltern kann jedoch viel aufgefangen werden und wenn der Tod auch immer etwas Unverständliches bleibt, kann zumindest Luzies Mutter die Kinder mit den Worten trösten, dass sie Glück hatten, Pieper überhaupt kennen zu lernen!
In acht kurze Kapitel unterteilt, mit großer Schriftgröße und Zeilenabstand und vielen farbigen, inhaltsunterstützenden Illustrationen, ist die Erzählung eher etwas für Erstleser, selbst wenn sie für fortgeschrittene Leser empfohlen wird. Da ist die Klassifizierung “dritte Klasse” schon zutreffender, da es in der 3. Klasse sicherlich noch einige Leser geben wird, die einfacherer Texte bedürfen, die ansonsten überfordert wären und für diese somit ein angenehmer und erleichternder Leserahmen geschaffen wurde.
Am Ende eines jeden Kapitels befindet sich jeweils eine farbige Frageleiste am unteren Seitenrand, die sich optisch von dem Gesamttext abhebt. Die Fragen sind in unterschiedliche Kategorien unterteilt: Fragen zum Inhalt, zum Textzusammenhang oder zur richtigen Schreibweise eines Wortes. Mit Hilfe eines elastischen Papplesezeichens, welches an ein in das Buch eingelassenes grünes Bändchen geknüpft werden kann, ist es dem jungen Leser möglich, die bildhaften Antwortzeichen in Buchstaben zu übersetzen und so nach Ende des 8. Kapitels das Lösungswort zusammenzusetzen. Da die Reihe “Lesedetektive” heißt, werden die Fragen als “Fälle” bezeichnet, das Lesezeichen als Detektivwerkzeug betitelt. Dies ist eine nette Spielerei, hat aber doch recht wenig mit eigentlicher Detektivarbeit zu tun. Vom Verlag wird es so begründet, dass dieses Detektivwerkzeug den Kindern die Möglichkeit bietet, selbstständig und auf spielerische Weise das eigene Textverständnis zu kontrollieren und diese Erfolgserlebnisse ihn zu einem selbstbewussten Leser machen.
Davon einmal abgesehen, ist es eine kurzweilige Erzählung, gut geeignet für die Klassenlesekiste, für kleine Buchreferate oder einfach zum Vorlesen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Fe, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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