GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Stewart, Paul / Riddell, Chris,
Titel Lucy Sky auf hoher See
Übersetzer / Originalsprache Merk, Thomas A./Gliemann, Claudia Englisch
Illustrator Riddell, Chris
ISBN 978-3-551-37585-8 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2010
Seitenzahl 236 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
12-13
Inhaltsangabe Lucy Sky fährt mit ihrer Familie auf einem abgetakelten ehemaligen Luxusdampfer übers Meer und erlebt skurrile Abenteuer...
Beurteilungstext „Aberwitzige Abenteuer“ erzählt Paul Steward von „Lucy Sky auf hoher See“ und alles, was in der Fantasy – Welt von neunjährigen Mädchen herumgeistert, scheint in der Geschichte Platz zu finden.
Zusammen mit ihrer Familie, dem wegen eines „Malheurs“ depressiven Vaters (der sich später als der das Schiff rettende Ingenieur erweist), ihrer verrückt lustigen Mutter, ihrer immer sich in Liebesnöten befindlichen großen Schwester und ihren
vier (!) kleinen wilden Brüdern, fährt sie auf einem heruntergekommenen ehemals stolzen Luxusschiff über das Meer immer der Nähe „Dalkretischen Küste“ entlang.
Die Besatzung verhält sich merkwürdig und die Mitpassagiere sind skurril. Die technischen Defekte werden gefährlich (was den Vater, von Beruf Ingenieur, auf den Plan ruft, der bei der Arbeit wieder gesund wird.)
An Bord geht es nicht mit rechten Dingen zu. Es geschehen merkwürdige unheimliche Dinge, von denen ein klagender Gesang aus den Tiefen des Schiffes am meisten beunruhigt.
Aber die selbstbewusste, selbstständige Lucy kann schließlich alles aufdecken und unter abenteuerlichen Umständen aufklären.

Es ist wirklich eine „aberwitzige“ Geschichte. Schon auf dem Titelbild findet sich als Hinweis auf das zu erwartende Leseerlebnis ein galoppierender Deckstuhl. Ebenso abenteuerlich geht es in der ganzen Geschichte zu. Aber am Ende wird alles gut.: Der Vater ist wieder gesund, das Schiff repariert, die Liebenden haben sich gefunden, die Gerechtigkeit hat gesiegt, die Bösewichte sind überführt und das gefangene Tier, das die klagenden Töne ausstieß, befreit.

Überbordende fantastische Einfälle sind in dieser Geschichte verarbeitet mit Anflügen von schwarzem Humor. Unterstützt werden die satirischen Übertreibungen durch köstliche Zeichnungen von Chris Riddell, die ebenbürtig neben dem Text auf fast jeder Seite zu finden sind.

Für fantasievolle Mädchen, die sich nicht von einer Überfülle von Einfällen verwirren lassen, eine lustvolle Lektüre, bei der es viel zu kichern gibt.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 , Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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