GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Bliefert, Ulrike
Titel Lügenengel
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator gelesen von Bliefert, U.; A. L. Kiss
ISBN 978-3-401-26086-0 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2010
Seitenzahl 208 Minuten Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart 3 CD Gattung  Hörbuch
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe Nach dem Unfalltod ihrer Mutter bleibt Leonie mit ihrem kleinen Bruder Nicki zurück. Es dauert eine Weile, bis sie bemerkt, wie seltsam sich Sonja, die Babysitterin verhält. Diese gewinnt in der kleinen Familie immer mehr am Boden und bildet sich ein, Nicki sei ihr Sohn. Sonja schreckt weder vor Mord noch vor Entführung zurück. Ein psychologisch ergreifendes, sehr spannend erzähltes Hörbuch.
Beurteilungstext Die Frage, warum die beiden Frauenstimmen, die diesen Roman als Hörbuch gestalten, so gut zusammenpassen, lässt sich leicht erklären. Es lesen Mutter Ulrike Bliefert und Tochter Anna Luise Kiss. Ein Thema der Geschichte ist die zerstörte Beziehung zwischen Leonie und ihrer Mutter, da diese völlig unerwartet im Urlaub bei einer nicht gefährlichen Wanderung tödlich verunglückt. Zurück bleibt der Vater, Leonie und der kleine Sohn bzw. Bruder Nicki. Irgendwie, zufällig oder gewollt, ergibt es sich, dass Sonja als Babysitterin mehr und mehr in eine ganz besondere Rolle in der Familie schlüpft. Durch die Sprecherin wird sehr deutlich, welche seltsamen Gedanken Sonja bewegen. Sie beeinflusst gezielt den kleinen Nicki und bringt ihm “Geheimnisse” bei. Sie wird immer bösartiger. Ihre Aussage: “Er gehört mir.” gibt einen Hinweis auf die geistige Verwirrtheit. Mehr und mehr machen sich Leonie und ihre Freundin Maike Gedanken über Sonjas seltsames Verhalten. Beim Hören werden die Gedanken und Beweggründe beider Mädchen abwechslungsreich, fesselnd und immer spannender dargestellt. Die 3 CDs mit einer Gesamtlaufzeit von 208 Minuten sind zwar eine gekürzte Lesefassung, punkten aber durch die tollen Stimmen. Mit einem dramatischen Ende, sowie einer medizinischen Erklärung von Sonjas Wahnvorstellungen durch die behandelnde Ärztin endet ein echter Thriller.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 Kl., Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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