GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Berger, Margot
Titel Kein Abschied für immer
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Schneider, Frauke
ISBN 978-3-401-45409-2 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2010
Seitenzahl 152 Preis 8,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Tessa lebt glücklich mit ihrem Fjordpferd Lika und deren ersten Fohlen an der Nordsee. Völlig unerwartet stirbt ihre Stute. Zurück bleibt ein verzweifeltes 15-jähriges Mädchen, welches nur sehr schwer und auf ungewöhnlichen Wegen Trost findet. Die Geschichte wird emotional und einfühlsam erzählt. Ohne Tränen geht es nicht.
Beurteilungstext Bestimmt war es nicht das Ziel der Autorin, ihre Leser zum Weinen zu bringen, aber diese wahre Pferdegeschichte rührt einfach zu Tränen. Alle Tierfreunde haben Angst vor dem Tag, an dem ihr
Tier stirbt und noch mehr davor, wegen ihrer Trauer verlacht zu werden. Es ist nicht unbedingt schön, das Mädchen Tessa in ihrem Leid zu begleiten, aber diese Erfahrung gehört zum Leben dazu.
Dargestellt wird eine intakte, tierliebe Familie. Zwischen den Eltern und Tessa besteht ein enges, sehr verständnisvolles Verhältnis. Es gibt unter anderen klare Grenzen, auch zum Thema Computer.
Sie darf ins Internet, aber die Erwachsenen erwarten einen zeitlich begrenzten und sinnvollen Umgang. Tessa hat eine Freundin, mit der sie aber zur Zeit leicht verstritten ist. Bedingt durch ihren Wohnort ist das junge Mädchen viel allein. Sie merkt im Laufe der Handlung, dass es gut tun kann, mit fremden Menschen über persönliche Dinge zu sprechen, sich einfach alles von der Seele zu reden. Die in vielen Orten schon bestehenden Tierfriedhöfe erscheinen nun im Internet. Tessa findet verständnisvolle junge Leute und am Ende bekommt sie sogar praktische Hilfe von einem der Mädchen.
Das Buch wurde in 14 Kapitel gegliedert. Ein kleines Fohlen, der schwarze Hintergrund und die blutrote Schrift mit dem Wort “Abschied” lassen sofort die Dramatik des Inhaltes erahnen. Schließlich findet Tessa einen Weg zum Fohlen ihrer verstorbenen Stute und dies ist gleichzeitig ein Trost für den Leser. Dennoch ist ist schwer, diese wahre Geschichte jemandem zu empfehlen, da Trauer immer ein sehr privater Prozess ist. Der richtige Zeitpunkt, um die Geschichte zu lesen kann auch Glück sein.
Ich habe das Buch mit in meinen Reitstall genommen, meiner Reitlehrerin gezeigt und nun werden wir sehen, wer von den “großen Mädchen” den Mut zum Lesen hat.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 Kl., Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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