GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Schneider, Gerd
Titel Kafkas Puppe
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-401-50148-2 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2009
Seitenzahl 210 Preis 6,50 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Roman
Zielgruppe 16-17
ab 18
Inhaltsangabe Die letzten Wochen des schwer erkrankten Schriftstellers Franz Kafka prägen die beschriebenen Ereignisse des Romans, in dem er einem kleinen Mädchen über Briefe ihrer verloren gegangenen Puppe Trost spendet.
Beurteilungstext Auf wunderbare Weise und mit "größter Kunstfertigkeit" verknüpft der "Kafka-Experte" Gerd Schneider reale und fiktive Begebenheiten. Der Roman beginnt 1923 in einem Berliner Park: Ein kleines Mädchen weint um die verloren gegangene Puppe. Sie wird von einem Mann getröstet - es ist Franz Kafka. Der schwer erkrankte Schriftsteller bringt von nun an täglich einen Brief in diesen Park und lässt eine Puppe von ihren spannenden Abenteuern erzählen. Neben der Darstellung der Reise der Puppe fließen - wie nebenbei - Texte Kafkas in den Roman ein. Dem Autor gelingt es, eine bedeutsame Epoche deutscher Zeitgeschichte für den Leser eindrucksvoll zu beschrieben. Zentral ist das Berlin in der Nachkriegszeit und zu Beginn der zwanziger Jahre. Der Leser enthält einen Einblick in die Lebenswelt der Menschen - in die Zeit der Inflation und der Armut, von der eine Vielzahl der Bevölkerung betroffen ist. Gleichzeitig wird ein intensives Porträt des Menschen und Schriftstellers KAFKA gezeichnet.
Hilfreich ist das Nachwort des Autors, das das Leben und die Ereignisse, die in Kafkas Leben bedeutsam waren, näher beleuchten. Sehr ansprechend ist auch die liebevoll gestaltete Titelseite.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 T-KJ, Thüringen

  in der AJuM Datenbank Ja
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