GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Clou, Dimitri
Titel Im Zeichen des Ypsilon
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-551-35647-5 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2008
Seitenzahl 349 Preis 7,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe Konstantin York ist ein skrupelloser Wissenschaftler. Er ist dabei, ein Pulver, das Yorkinium zu vollenden, das es möglich macht, nur noch richtige Entscheidungen zu treffen, und somit die Wahlmöglichkeit verbannt. Die drei Protagonisten geraten zwischen die Fronten, denn sie sind im Besitz einer Flasche, welche Konstantin York gehört, und er und seine Assistenten machen Jagd auf die Kinder.
Beurteilungstext Dieses Buch baut auf der Idee auf, dass alle Menschen ständig Entscheidungen treffen. Diese Entscheidungen kann man sich bildlich wie ein „Y“ vorstellen, an der Gabelung stehen zwei Wege offen. Die eine Entscheidung lebt als tatsächlicher Mensch - als Tatsache - in der wirklichen Welt, die verworfene landet als Möglichkeit in Ypsaland. Bei besonders schwerwiegenden Fehlern kann es sein, dass man ein Andenken als Erinnerung geschickt bekommt, so wie dies bei Konstantin York in Form einer Flasche der Fall war. Zu den geschilderten Abenteuern kommt es, als York vor langer Zeit eine falsche Entscheidung getroffen hat. Er verwandelt sich daraufhin in einen verrückten Wissenschaftler, der auf der Suche nach den Zutaten für einen bestimmten Stoff, dem Yorkinium, zu allen Schandtaten bereit ist. Yorkinium soll den Menschen dazu befähigen, dass er immer automatisch das Richtige tut, Entscheidungen – und damit auch die Möglichkeiten zu wählen - würden der Vergangenheit angehören. Konstantin York ist nun Direktor der Kummerschule, welche sich auf einer gut gesicherten Insel vor der Stadt befindet. Dort werden nur Kinder aufgenommen und unterrichtet, die in ihrem Leben schwere Fehler begangen haben. Diese Kinder benötigt er für die Herstellung des Yorkiniums. Die Gegenspieler von York und seinen Assistenten sind Finn, Delphine und Rimini. Finn, früher Silver genannt, lebt nach einer Fehlentscheidung, die zum Tod seines besten Freundes geführt hat, zurückgezogen und versteckt auf den Dächern der Stadt. Früher war er ein begnadeter Kletterer und Sprayer, doch nun hat er sich zurückgezogen. Er malt nicht mehr und hat auch keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Das Mädchen Delphine besucht die Kummerschule von Konstantin York. Sie hat die Erinnerungsflasche von York geklaut , ohne zu wissen, um was es sich handelt. Das bringt York gegen sie auf und sie wird von seinen Assistenten gejagt. Auf der Flucht mit der Flasche, welche die ungewöhnliche Eigenschaft hat, nicht zu zerbrechen, lernt sie Finn kennen. Dritter im Bunde ist ein Junge namens Rimini, welcher eigentlich die jüngere, nicht fehlgeleitete Ausgabe von York ist. Auf diese drei haben York und seine Männer es abgesehen, denn sie wollen die Flasche zurück und das Pulver fertig stellen. Rätsel über Rätsel tauchen vor den Protagonisten und dem Leser auf. Die Kinder machen sich auf und landen in Ypsaland. Es wird eine rasante Reise, an deren Ende der Show-down in den Kellern der Kummerschule stattfindet.
Klingt kompliziert, ist es auch. Das Buch vermischt einen der unsrigen Welt nicht unähnlichen Handlungsort mit einem fantastischen und gibt dem Leser viele Abenteuer zu lesen, leider aber wenig Klarheit. Die Sprache ist den Protagonisten und der Zielgruppe angemessen und die Handlungen und Gedanken der Figuren erscheinen glaubhaft. Doch leider werden sie mit wenig Hintergrund ausgestattet, sodass das Woher und Wohin für den Lesenden häufig im Dunklen bleibt. Die Geschichte ist spannend geschrieben und flüssig zu lesen, doch die Vielzahl an Handlungssträngen, welche dem Leser nicht oder spät erklärt werden, führen zu Verwirrung und bei denjenigen mit wenig Durchhaltevermögen sicher zum Weglegen des Buches.
Bewertung

 nicht empfehlenswert

Rezensent

 BW-UKL, Baden-Württemberg

  in der AJuM Datenbank Ja
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