GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Haig, Matt
Titel Im Schattenwald
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-86615-739-2 Reihe Junge Bibliothek, Fantasie
Verlag Süddeutsche Zeitung, München, 2009
Seitenzahl 268 Preis 8,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantasy
Zielgruppe 10-11
12-13
Inhaltsangabe Samuel und Martha, plötzlich Waisenkinder, kommen zu ihrer Tante nach Norwegen. Dort erleben sie unheimliche Dinge im Zauberwald. Niemand entkommt ihm, er hat eine magische Anziehungskraft. Das erleben die beiden, und stehen höllische Ängste aus, aber stets in der Hoffnung dem Zauberer zu entkommen. Schließlich überstehen sie die gefährlichen Abenteuer, und entkommen (fast) ohne Schaden.
Beurteilungstext Eine spannende und gruselige Fantasiegeschichte, gespickt mit nordischen Mythen. Die Wesen des Schattenwaldes sind überwiegend gefährlich, manchmal sogar grausam. Der Gefährlichste ist der Veränderer, eigentlich Professor Horatio Tanglewood. Ihm ist dieser Schattenwald zu verdanken, denn er lässt die Schatten der Wesen, Tiere wie Menschen, verschwinden. Somit sind diese “gefangen” im Wald. Zwei Hexen, die Schatten- und Schneehexe, sind die Gehilfinnen des Veränderers, allerdings auch nicht ganz freiwillig.
Man lässt sich beim Lesen schnell verführen in die nordische Mythenwelt mit den Huldren, Trollen und weiteren Geschöpfen. Dem Autor gelingt es einen spannende Geschichte um die beiden Waisenkinder aufzubauen. Der Schluss allerdings geht dann schnell zum Guten über, so als ob der Autor jetzt mal zum Ende kommen und die Geschichte auflösen möchte. Das Gute siegt, die Bösen kommen um.

Samuel, 12, und seine 10-jährige Schwester Martha, erleben einen tragischen Autounfall mit ihren Eltern, bei dem diese ums Leben kommen. Als einzige Verwandte meldet sich die Tante mütterlicherseits, die die Kinder nach Norwegen zu sich holt. Sie lebt in einem einsamen Haus nahe eines dunklen Waldes mit ihrem Hund Ibsen. Sie erklärt den Kindern zügig klare Regeln, absolut verboten ist das Betreten des Waldes. Dieser hat aber eine magische Anziehungskraft, und Martha läuft hinein. Samuel sieht dies, eilt ihr hinterher und sucht sie. Damit beginnt ein mysteriöses Abenteuer. Er begegnet den merkwürdigen Kreaturen, steht Gefahren durch, der Hund Ibsen begleitet ihn treu. Schließlich begegnet er seiner als Vogel verzauberten Schwester, aber auch dem Professor Tanglewood. Er ist der Gefährlichste überhaupt im Wald. Samuel hat inzwischen einiges erfahren über den Wald, denn er hat zuvor aus der Dachkammer der Tante ein Buch “die Geschöpfe des Schattenwaldes” mitgenommen, das er hütet wie seinen Augapfel. So wird er auf die eine und andere Gefahr und Tücke aufmerksam gemacht.
Der Professor, alias der Veränderer, kann seine Zauberkraft am Ende nicht mehr aufrecht erhalten, schließlich kommt er um. Das ist die Rettung für die Kinder, sie entkommen dem Wald. Es ist auch die Rettung für den Hund Ibsen: er ist der verwandelte Ehemann der Tante Eda, der ihr vor vielen Jahren geschworen hatte nie von ihrer Seite zu weichen. Dieses Versprechen hat er denn auch eingehalten, wenn auch als Hund.

Eine schöne Geschichte; beim Lesen laufen die Bilder im Kopf mit.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Ter, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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