GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Friedrich, Anita
Titel Ilona wird Kibbuznik
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-936524-00-0 Reihe Aaronis Collection, Aspach
Verlag Aaronis, Aspach, 2010
Seitenzahl 181 Preis 14,80 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Biografie/Biografische Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Die Familie des Arztes Dr. Stein wandert von Wien nach Israel aus, um dort in einem Wüstenkibbuz zu leben. Die Tochter Ilona erlebt diesen Einschnitt in ihr 13-jähriges junges Leben als eine große Schwierigkeit, mit der sie sich zunächst nicht abfinden will. Langsam lernt sie die hebräische Sprache, das Land und die Verhältnisse in der besonderen Situation eines Kibbuzes kennen und schließlich auch lieben.
Beurteilungstext Den Wandel im Leben der jugendlichen Ilona von dem Auszug aus Wien, der Schifffahrt nach Israel und dem Dasein in dem Kibbuz Givat Moshe, südlich von von Beersheva kann man wie eine Tagebuchaufzeichnung in der Sprache dieser Dreizehnjährigen lesen. Geschickt werden Einblicke in die Sitten und Probleme des jungen Staates und in die jüdische Religion in der spannend geschriebenen Erzählung gegeben. Bei der Reise der Familie Stein zum Toten Meere und dem Ferienausflug der Kinder ins galiläische Gebiet und zu den Golan-Höhen lernt man Land und Leute und die landschaftlichen Besonderheiten kennen.
Sehr schön nachempfunden sind auch die psychischen Probleme der Ilona, die Not hat, ihre gewohnte Heimat in Österreich mit der ganz anderen Welt in Israel zu tauschen. Erst die Begegnung mit den anderen Jugendlichen aus dem Kibbuz und vor allem die Freundschaft zu dem etwa gleichaltrigen Juval, einem Pflegekind, helfen dem Mädchen, sich schließlich in das neue Leben einzufinden. Sie erlebt sogar die Konflikte zwischen Arabern und Israelis in dem Krieg 1973 hautnah mit und versteht langsam auch die politischen Verhältnisse.
Das Buch vermittelt echte und notwendige Aufklärung über die Existenzschwierigkeiten des Staates Israel in einer leicht verständlichen, jugendgemäßen Sprache.
Hilfreich ist das kurze, aber informative Glossar zu den wichtigsten israelischen Feiertagen im Anhang des Buches.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 frisch, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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