GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Chen , Chih-Yuan
Titel Gui-Gui das kleine Entodil
Übersetzer / Originalsprache Wang, BarbaraChinesisch
Illustrator Chen, Chih-Yuan
ISBN 978-3-407-76081-4 Reihe
Verlag Beltz, Weinheim, 2010
Seitenzahl 32 Preis 5,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
6-7
Inhaltsangabe Ein kleines Krokodil wächst bei einer Entenfamilie auf. Die Ente hat das falsche Ei gar nicht bemerkt, das in ihr Nest geraten ist. Und so zieht sie liebevoll neben drei kleinen Entchen und ein Krokodil groß. Gui-Gui ist sein Name und Gui-Gui soll schließlich seine Entenfamilie an die bösen anderen Krokodile ausliefern, die ihm klar machen, er sei doch einer von ihnen, nämlich ein Krokodil.
Beurteilungstext Plötzlich kullert das große Krokodilei durch die Gegend in ein Entennest. Kurz erinnert man sich an das Märchen vom “Hässlichen Entlein”, aber nur kurz, denn es kommt ganz anders! Das kleine “Kuckkucks-Kind-Krokodil” lernt mit seinen gleichaltrigen Geschwistern das Schwimmen, das Watscheln und Toben. Es sieht zwar ganz anders aus, aber seine Mutter, die sehr belesen scheint (mit Zwickel und Buch in den Flügeln) hat alle ihre Kinder gleich lieb. So wächst Gui-Gui ohne Kummer auf. Doch dann tauchen drei böse Tiere auf. Richtige Krokodile! Diese versuchen Gui-Gui klar zu machen, er gehöre zu ihnen, er sei keine Ente, sondern wie sie ein Krokodil. Und er solle zusehen, dass er die Enten an den See bringt, damit sie diese fressen können. Gui-Gui wird traurig und grübelt, bis er selbstbewusst feststellt: “Ich bin gar kein Krokodil, aber ich bin auch keine Ente. Ich bin ein Entodil.” Und so führt er die Enten aus einem anderen Grund an den See. Nämlich um Steine nach den garstigen Krokodilen zu schmeißen.
In diesem Bilderbuch geht es um das wichtige Thema “anders sein” und “dazu gehören”.
Die Zeichnungen von Chen sind sehr ausdrucksstark und lebendig. Er verwendet vorranig Tusche.
Die dunklen Bilder, aber auch die hellen Bilder wirken in ihrem lasierenden Farbauftrag eher dunkel, aber nicht unheimlich, sondern lebendig und witzig, so wenn Gui-Guis Schatten enten-ähnlich hinter seinen Geschwistern watschelt. Auf einer Doppelseite befindet sich jeweils eine Textseite, die durch kleine Bilder unterbrochen wird. So kann der Betrachter viele Einzelheiten auf den Bildern entdecken.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 her, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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