GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Jahnke, Uwe
Titel Gudrun Pausewang - Leben und Werk
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978 -3-473-58352-2 Reihe
Verlag Ravensburger, Ravensburg, 2010
Seitenzahl 159 Preis 7,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Biografie/Biografische Erzählung
Zielgruppe 10-11
12-13
Inhaltsangabe Das Buch beschreibt Gudrun Pausewangs Lebenswege und -erfahrungen besonders unter dem Aspekt wie diese die Themen ihrer Bücher beeinflusst haben.
Beurteilungstext Dem Leben und Werk der Schriftstellerin Gudrun Pausewang auf 146 Seiten eines Taschenbuches gerecht zu werden, ist gewiss kein leichtes Unterfangen. Uwe Jahnke gelingt es die sehr unterschiedlichen Lebensstationen der Pausewang (von der Kindheit in einem Dorf im heutigen Tschechien über die Jahre als Lehrerin in Südamerika bis zur Rückkehr nach Deutschland) gut strukturiert und in einer verständlichen Sprache vor Augen zu führen. Es wird deutlich, dass die Themen ihrer Bücher weitgehemd auf eigene Erfahrungen beruhen, wie z.B. ihre ersten: “Und dann kommt Emilio”(1974) und “Die Not der Familie Caldera” (1977), “Ich habe Hunger, ich habe Durst”(1981) u.a. Zu Bestsellern wurden die Bücher , in denen sich Gudrun Pausewang mit der Gefahr eines Atomkrieges, bzw. Reaktor-Unfalls beschäftigt: “Die letzten Kinder von Schewenborn”(1983) und “Die Wolke”(1987). Das letztgenannte Buch wurde - nachdem ja in Tschernobyl am 26.4.1986 ein Atom-Reaktor explodiert war - ein großer Verkaufserfolg und im Jahre 2006 auch verfilmt . Eine der im Buch veröffentlichten Fotografien zeigt die Schriftstellerin im Kreise der Darsteller dieses Films (S.55).
Das Kapitel “Gespräche mit Gudrun Pausewang über ihr Leben und ihr Schreiben”(S.79 -120) stellt zweifellos den interessantesten Teil des Buches dar und hätte m.E. an den Schluss gehört. Das sich dort befindende Kapitel “Tiere in der Kinder- und Jugendliteratur Gudruns Pausewangs” ist im Werk dieser Autorin nicht so bedeutungsvoll wie die - momentan wieder sehr akuten - ökologischen Themen. Gerade auch im Hinblick darauf, dass Gudrun Pausewang über längere Zeit der Vorwurf gemacht wurde, sie konfrontiere Kinder mit zu grausamen Themen, hätte man sie selbst am Ende dieses Buches zu Wort kommen lassen können mit dem Zitat aus ihrer Rede anlässlich der Verleihung des Gustav-Heinemann-Friedenspreises 1984: “Ich glaube, dass wir unseren Kindern keinen Gefallen tun, wenn wir uns unausgesetzt bemühen, sie von Nöten und Zweifeln, Furcht und Elend fernzuhalten und ihnen die Welt so darzustellen, als ob sie noch heil wäre....” (S.49)
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 hewi, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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