GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Ahrens, Renate
Titel Give us the money, or else
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Panowsky, Charlotte
ISBN 978-3-499-21538-4 Reihe fuxx! deutsch englisch
Verlag Rowohlt, Reinbek, 2010
Seitenzahl 127 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Detektivgeschichte
Zielgruppe 10-11
Inhaltsangabe Tobias geht mit seinen irischen Cousins in die Schule und entdeckt dabei einen Fall von Erpressung und Drogenhandel. Die Kinder finden die Wahrheit und helfen dem Opfer.
Beurteilungstext In diesem deutsch-englischen Kinderkrimi wird die Geschichte der drei irisch-deutschen Spürnasen fortgesetzt. Tobias ist wieder zu Besuch in Dublin und geht mit seinen Cousins in die Schule. Dabei erfährt man ein kleines Bisschen über Schulen in Irland. Das Hauptthema ist aber das Erpressen von Geld auf eine sehr bösartige Art und Weise: Größere Mädchen, die bei den Familien von jüngeren als Babysitter arbeiten, drohen diesen, den kleinen Geschwistern etwas anzutun, wenn sie nicht relativ hohe Summen Geld erhalten. Mit dem Geld kaufen sie Drogen. Fälle von Erpressung jüngerer Schüler sind nicht allzu selten, passen also zum Umfeld der Leser, etwa 10 - 12-jähriger Kinder. Dass allerdings gleich Drogen damit bezahlt werden müssen, ist Klischee. Ebenso dass diese Mädchen alle aus sehr reichen Familien stammen. Gut gefällt mir, dass die Kinder nicht ohne die Hilfe Erwachsener den Fall lösen und auch nicht schlauer sind als Lehrer, Eltern und Polizei. Sie erkunden den Fall, aber sie haben auch Angst und laufen weg, wenn es gefährlich ist, wie es hoffentlich auch in der Realität wäre. Dadurch ist die Spannung zwar etwas geringer, aber die Handlung doch recht realitätsnah. Ein deutsch-englischer Krimi will aber nicht in erster Linie durch die Handlung bestechen, sondern zum Benutzen der englischen Sprache einladen. Und hier ist die Situation ideal: Tobias kann zwar Englisch und seine Cousins können Deutsch, aber sie ziehen alle ihre Muttersprache vor, und Tobias übersetzt sich auch einiges. Dadurch wird die Handlung klar, auch ohne Vokabelangaben o.ä. Insgesamt also ein ansprechendes kleines Buch für Leute, die ihr Englisch auch außerhalb der Schule verbessern wollen. Kleine schwarz-weiße Illustrationen lockern den Text auf. Das Englisch ist authentisch, einziges Problem vielleicht, dass Kinder der durch den Inhalt angesprochenen Altersgruppe meist nicht genug Englisch können, um das Buch problemlos zu lesen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 UH, Baden-Württemberg

  in der AJuM Datenbank Ja
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