GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Mould, Chris
Titel Furchtbar fiese Biester
Übersetzer / Originalsprache Kolodziejcok, MichaelaEnglisch
Illustrator Mould, Chris
ISBN 978-3-473-34782-7 Reihe Die Abenteuer des Stanley Buggles
Verlag Ravensburger, Ravensburg, 2010
Seitenzahl 151 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
12-13
Inhaltsangabe Stanley Buggles lebt auf der Insel "Crampton Rock". Das Haus "Candlestick Hall" hat ihm sein Großonkel Admiral Swift vermacht, aber nun erhebt die Familie Darkling Anspruch darauf - und unterstützen diese Forderung mit einer großen Schar von Krähen. Letztlich entscheidet aber der Richter des Dorfes - nicht unbedingt zum Vorteil von Stanley, denn die Schatzkarte führt ihn zum Schluss zu einem Ort, der leichter zugänglich gewesen wäre, wenn er vor Gericht verloren hätte.
Beurteilungstext Dann hätte Stanley aber gar nicht gewusst, wohin ihn die Schatzkarte führen würde, die in den Kerzen versteckt waren. Gegen Geister, Piraten, Werwölfe und jetzt Vögel (Alfred Hitchcock lässt grüßen) und giftigen Schlangen muss sich Stanley zur Wehr setzen. Außerdem kommt eine Familie dazu, die nicht nur die Vögel beherrscht, sondern auch über einen sehr gefährlichen Hund verfügt und denen offensichtlich jedes Mittel Recht ist, Stanley aus dem geerbten Haus zu vertreiben. Gut, dass dieser nicht allein ist, denn Daisy Grouse, die im Leuchtturm der Insel wohnt, hilft. Der ausgestopfte Hecht im neuen Kasten auch, aber meistens ist er schweigsam wie ein Fisch.

Die Fortsetzungsgeschichte ist geschickt angelegt und mit entsprechend gruseligen Bildern schwarz-weiß illustriert. Mit dem furchtbar geifernden Hund Steadman mit der großen Schnauze und den leeren Augen sowie dem Körper eines Windhunds kann sich Stanley sogar anfreunden, aber da gibt es noch andere Tiere. "Wer hat Stanley abgemurkst?‚ / Ich', sprach die Krähe. / ‚Mit 'nem Pfeil aus der Nähe.' / Wer hat sein Blut abgewischt? …" reimen Krähe, Fisch, Made, Eule und die Kinder der Darklings. Die seltsam leeren großen Augen sind es vor allem, die der Autor und Illustrator seinen Menschen und Wesen mitgibt, die uns Furcht und Gänseschauer mitgeben.

Da passt eine Lösung des Problems durch ein Gericht eigentlich gar nicht. Wenn wir uns in einer Welt der Geister und der "furchtbar fiesen Biester" befinden, kann nicht ein Organ der bürgerlichen Welt ein Urteil sprechen, dem sich alle Beteiligten unterwerfen. Aber wenn wir diesen Bruch in der Geschichte hinnehmen, freuen wir uns schon auf den neuen Band.

Ein Abenteuer, das man nicht unbedingt mit logischen Maßstäben messen darf, das aber, gerade wegen des ambivalent angelegten Charakters von Stanley, Lesespaß bringt.

Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 MB, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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