GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Morgenroth, Matthias
Titel Franzi will jetzt endlich wachsen
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Gollnick, Martina
ISBN 978-3-7806-2762-9 Reihe
Verlag Kallmeyersche bei Friedrich, Seelze / Velber, 2010
Seitenzahl 32 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
6-7
Inhaltsangabe Franzi ist fünf Jahre alt und sie möchte wachsen, gleich heute. Sie zieht fünf dicke Socken übereinander - ein bisschen größer ist sie nun. Opa spricht vom Mairegen, in dem die Pflanzen wachsen. Vielleicht hilft es Franzi auch. Aber dann lernt Franzi Tom kennen und alles ist anders.
Beurteilungstext Franzi ist die jüngste in der Familie. Ihre Schwester Luisa und ihr Bruder Ben scheinen ständig zu wachsen, nur Franzi nicht. Sie klagt Familienhund Ottokar ihr Leid. Ottokar kann gut zuhören. Mit fünf dicken Socken an den Füßen ist das Mädchen schon ein wenig größer und auf Zehenspitzen ist sie sogar größer als der Fernseher. Beim Ballspielen im Garten muss Franzi allerdings auf die vielen Socken verzichten, sonst passen ihre Füße nicht in die Schuhe und sie muss schließlich flitzen können. Als der Ball versehentlich viele kleine Erbsenpflanzen umknickt, erklärt Opa, nun müsse der Mairegen dafür sorgen, dass die Pflanzen wachsen. Als es schließlich wirklich anfängt zu regnen, stellt sich Franzi mitten hinein und stellt sich vor, sie wachse. Enttäuscht stellt das Mädchen hinterher fest, dass sie noch nicht größer geworden ist. Franzi läuft hinter Ottokar her und siehe da, entdeckt ein kleines Loch im Zaun. Dort passen nur kleine Leute hindurch. Wie gut, dass Franzi noch klein ist. Sie landet im Nachbargarten bei Tom. Mit ihm kann sie herrlich spielen - und morgen wird sie wieder durch das Loch kriechen. So schnell sollte sie doch lieber nicht wachsen. Die Geschichte von Matthias Morgenroth zeigt den Wunsch gerade der jüngsten Kinder in der Familie, mit den anderen mitzuhalten, auch endlich zu den Großen zu gehören. Wie die Situation sich auflöst, ist nett erzählt.
Besonders ansprechend sind aber die Illustrationen von Martina Gollnick. Vater und Mutter werden liebevoll dargestellt, wie sie die Größen der Kinder am Türrahmen markieren, gemeinsam Frühstück vorbereiten, den Mittagstisch decken. Der Großvater arbeitet fleißig im Garten, die Kinder spielen - eine heile Welt, wie Kinder sie sich wünschen, sehr realitätsnah gezeichnet. Tom und Franzi rühren Matschsuppe und spielen mit Stöcken und Zapfen im Gras, wie Kinder mit einem großen Garten in ländlicher Umgebung es gewohnt sind. Ottokar, der kluge Hund, bringt ein wenig Leben ins Bild.
Dies Bilderbuch ist hübsch anzusehen, liebevoll gestaltet und für viele Kindergartenkinder eine nette Geschichte. Die geprägten Regentropfen auf dem Cover sind besonders ansprechend gelungen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Schr, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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