GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Schreiber, Sylvia
Titel Franz Schubert - Vom Erlkönig und von launischen Forellen - Audio-CD
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-89353-308-4 Reihe Musikgeschichten
Verlag Igel-Rec, Dortmund, 2010
Seitenzahl Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Audio-CD Gattung  Biografie/Biografische Erzählung
Zielgruppe 10-11
12-13
8-9
Inhaltsangabe Die Musik Franz Schuberts ist allseits bekannt, aber wer war der junge Mann, der in seinem kurzen Leben so viele, noch heute beliebte Musikstücke geschrieben hat? Sylvia Schreiber lädt uns auf eine historische Entdeckungsfahrt ein, die neben der Musik Franz Schuberts auch eine ganze Menge vom Menschen Schubert zu berichten weiß.
Beurteilungstext Das Wort führt Mayerhofer, ein Freund Schuberts, bei dem Schubert auch zur Untermiete wohnt. Er stellt uns den exzentrischen jungen Mann vor, der von seinen Freunden Schwammerl genannt wird. So heißt in Österreich der Pilz. Ganz liebevoll und doch schonungslos berichtet er aus dem Leben des großen Komponisten, von der frühen Liebe zur Musik, vom musizierenden Vater, dem Scheitern auf der Schule, von dem Leben als schlechter Lehrer, dem Franz Schubert zum Ärger seines Vaters entflieht und vom Drang, zu komponieren, der Schubert sein ganzes Leben lang verfolgt.
Er hat kaum Geld und auch keinen Erfolg, der junge Schubert. Der Erfolg wird sich erst später einstellen. Zum Glück hat er Freunde, die Unsinnsgesellschaft, und die wissen sein Talent zu schätzen. Sie halten zusammen. So findet Schubert eine Stütze, wenn ihn seine Ängste einholen, denn er ist nicht nur ein Genie, er ist auch ein Zweifler, verletzlich und fanatisch in seinem Tun. Auch die unerfüllten Musikwünsche verschweigt Mayerhofer nicht. So zum Beispiel die fünfzehn Anläufe, eine Oper zu schreiben. Nie hat er eine vollendet. Dafür aber jede Menge anderer Stücke, von denen einige auch auf der CD zu hören sind.
So entsteht in dem Hörspiel, in den witzigen Dialogen und den geheimnisvollen Traumpassagen ein Bild des Komponisten, das uns die Musik ein klein wenig neu entdecken lässt. Sylvia Schreibers Bearbeitung ist nicht platt, nicht simpel. Sie mutet einiges zu und lässt uns Einblick nehmen, in die Abgründe eines großen Talents. Lediglich die Altersangabe der CD, 7 Jahre, könnte hinterfragt werden. Scheint die Thematik eher im Blickfeld größerer Kinder, auf der Suche nach der eigenen Identität, zu sein.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 mr, Sachsen-Anhalt

  in der AJuM Datenbank Ja
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