GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Held, Kurt
Titel Die rote Zora und ihre Bande
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-551-35933-9 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2009
Seitenzahl 478 Preis 8,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Das Buch gilt mittlerweile als Klassiker der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. In einem kleinen Dorf an der Küste Jugoslawiens treiben die rote Zora und ihre Bande allerlei Streiche, die mitunter auch gegen Recht und Ordnung verstoßen. Aber ihre Absicht ist es, den Armen zu helfen und die Reichen zu erleichtern, wobei ihnen der alte Fischer Gorian behilflich ist, was sie ihm wiederum danken.
Beurteilungstext Der kleine Junge Branko wird von der geheimnisvollen Bande aufgenommen und in deren abenteuerliche Welt integriert. Weil er gestohlen hatte, war er festgenommen worden und die Bande befreit ihn aus der Haft. Dann begehen die Jungen, die in einer abgelegenen Burg ihr Domizil hat, einige kriminalistische Aktionen, und Branko wird einbezogen. Sie richten sich gegen die Staatsmacht im Ort, gegen reiche Bauern und Kaufleute. Das Geschehen wird nicht nur spannend dargestellt, des kriminalistischen Sujets wegen, sondern auch urkomisch aufbereitet, weil den Betroffenen stets auf lustige Weise Unheil droht oder angetan wird. Jedes Abenteuer bewältigt die Bande mit Bravour, und die weibliche Protagonistin hat den Jungen stets etwas voraus, was Willensstärke und Klarsicht betrifft. So helfen die Kinder - wie Robin Hood - den Bedürftigen und schädigen die Reichen. Und Gorian mit seiner Bauernschläue ist ihnen dabei ein würdiger Mentor. Das Buch erschien schon in vielen Ausgaben, früher auch viermal in der DDR. Der Autor heißt eigentlich Kurt Kläber. Er war als Kommunist Mitbegründer des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller im Jahre 1928, und erst später nahm er das Pseudonym Held an; seine Frau war Lisa Tetzner, mit der er nach 1933 in der Schweiz lebte. Es existieren unzählige Aufsätze über das Buch und das Schaffen von Kläber-Held.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 rene, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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