GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Friedrich, Joachim
Titel Die Windel des Grauens
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Kehn, Regina
ISBN 978-3-522-18217-1 Reihe 4 1/2 Freunde
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2010
Seitenzahl 139 Preis 9,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Detektivgeschichte
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Bei der Biolehrerin der 4 Spürnasen wurde eingebrochen, das lässt Kalle, dem Anführer, keine Ruhe. Da Radieschen, ein anderes Mitglied der Bande, als Babysitter bei der Lehrerin eingestellt wird, nützt die ganze Bande das als Vorwand, um die Lehrerin zu besuchen und das Rätsel zu lösen. Dabei kommen sie allerdings mit Babys näher in Berührung, als ihnen lieb ist, und es passiert viel Lustiges.
Beurteilungstext Dieser Kinderkrimi ist in vielem anders als gewöhnlich. Das zeigt schon der Titel. Man fragt sich, was denn eine Windel an Wichtigem für eine Detektivgeschichte hergibt. Dann noch der Zusatz "Windel des Grauens"! Er lässt anderes vermuten, als das was schließlich erzählt wird.. Im Grunde nämlich geht das halbe Buch um sabbernde Babys, die zwei der Jungen gar nicht schätzen; und Kalle wird für seine Neugier bestraft, indem er ein Baby wickeln muss, wobei ihm durch den Gestank fast schlecht wird. Das ist also die Lösung des Titel-Rätsels. Das Buch lebt weniger von der Spannung als von den verrückten Sachen, die sich Kalle immer wieder ausdenkt und mit denen er andauernd Schiffbruch erleidet. Schließlich führt ausgerechnet die Idee des kleinsten und furchtsamsten Mitglieds der Bande auf die richtige Spur. Doch ist die Lösung , wenn man sie ernst nimmt, nicht befriedigend: Die Leiterin eines Babytreffs bricht ein, um seltene Comics zu stehlen, die sie dann weiterverkaufen will, um den Treff zu retten. Das ist mehr als unwahrscheinlich und nicht ernst zu nehmen. Auch die Tierliebhaber unter den Lesern werden bedient: Tausendschön, der gar nicht schöne Hund der Bande, spielt eine wichtige Rolle. Das Buch wird all denen Spaß machen, die eine lustige Geschichte lesen wollen; wer aber eine richtige Detektivgeschichte erwartet, wird enttäuscht, da hier eher eine Satire auf einen Krimi zu lesen ist. Der Stil der schwarz-weißen Illustrationen passt zum satirischen Stil des Textes.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 UH, Baden-Württemberg

  in der AJuM Datenbank Ja
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