GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Rosand, Romy
Titel Die Rache des Zyklopen Bd 2 Wirbelsturm
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-940307-14-9 Reihe Trilogie: Die Rache des Zyklopen
Verlag Desina, Oldenburg, 2010
Seitenzahl 318 Preis 16,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  ökologischer Fantasyroman
Zielgruppe 12-13
16-17
14-15
Inhaltsangabe Wirbelsturm" (im Gegensatz zu Band 1 "Die Lawine" ohne Artikel) setzt die Geschichte um den 15-jährigen Mark fort. Er ist "Gegenspieler" des Zyklopen, der - wie einst der christliche Gott mit Sodom und Gomorrha - die Erde zerstören will, weil die Menschheit genau auf diesem Weg ist. Mark ist dagegen der Meinung, dass sie sich zwar ändern, aber diese Chance auch erhalten muss. Ein Ökobericht im fantastischen Abenteuerkleid.
Beurteilungstext Der Band 2 einer Trilogie hat es meist schwer, die beiden wichtigen Teile miteinander zu verbinden. Anders als Band eins kommt dieser nur etwas schwer in Gang. Romy Rosand scheint sich nicht sicher zu sein, ob die Fortsetzung sich selbst trägt, also ohne das Wissen aus "Die Lawine". Es beginnt mit der Zufriedenheit des Zyklopen, dass die Menschen mit ihrem Kahlschlag den Erdrutsch selbst zu verantworten haben, der die Stadt Forana verschüttete. Zugleich graust ihm aber vor dem "Jammern und Klagen der Geister der Toten". Das ist leider keine einheitliche Charakterlinie des Zyklopen. Selbstverständlich sind die, die eine Katastrophe verursachen, sehr selten die, die sie zu erleiden haben, aber so differenziert ist "der Zyklop" nicht angelegt. Der will "die Menschheit" vernichten, weil die ein Überleben durch die vielen Sünden gegen die Natur nicht verdient hat.
Wer darüber hinwegliest, wird aber dennoch mit einer spannenden Geschichte belohnt, die eine weitere Naturkatastrophe in den Mittelpunkt stellt, für die "die Menschheit" nur scheinbar nichts kann, weil die Komplexität des Wetters trotz aller Computersimulationen nicht zu fassen ist.
Mark ist auf der Suche nach dem Volk der Elfen. In Agotob wird er - zusammen mit Wagner und Silva - fündig: Eine der Landkarten in der Bibliothek ist überzogen mit haarfeinen Linien, die sich an einer Stelle schneiden. Die drei sind sich sicher: Dort liegt Echum. Der Weg führt in die Karibik. Dort werden Freunde und Weggenossen in dem Strudel nach unten gezogen, schaffen es die Okars fast, John und Tala zu töten und - Wagner, der mit einem Messer in der Brust um sein Leben kämpft. Alle haben Federn gelassen, kommen aber aus der Zerstörung des Hurricans einigermaßen heraus und schauen in Richtung von Band 3.

Viele Kapitel enden mit kleinen schwarz-weißen Bildern von Lara C. Hannemann, die Personen eine Gestalt geben oder Einzelheiten noch einmal aufgreifen: Ruderboot, Buch, Hurrican, Drachenkopf, Mond im Nebelwald - leider aber viel zu wenige (im Vergleich zum Band 1) und oft nur wenig ausgearbeitet. Die Kritik bezieht sich auch auf das Titelbild. Während auf Band 1 ein dunkles Rechteck sich absetzt vom hellen Braun des Restes und das Auge des Zyklopen geheimnisvoll im Hintergrund gegen den hellen Blitz schaut wie das Auge eines Raubtiers, das schon bald sein Jagdopfer angreifen wird, sehen wir hier ein Auge mit ungesund hellgelbem Augapfel vor einem weit weniger dramatischen Feuerball, das Oberlid scheint sogar ein wenig Schläfrigkeit zu verbreiten.
Warten wir also auf Band 3, der hoffentlich die Qualität des ersten Bandes wieder aufgreift und die Geschichte um die Zerstörung der Erde oder dem Kampf gegen die Zerstörung durch die Menschen zu einem hoffentlich hoffnungsvollen Ende bringt.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 BP, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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