GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Schröder, Rainer M.
Titel Die Medici Chroniken - Hüter der Macht
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-401-06350-8 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2010
Seitenzahl 551 Preis 19,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  historischer Roman
Zielgruppe 14-15
Inhaltsangabe Sandro Fontana will sein Glück in der von Intrigen und Verschwörungen bestimmten Stadt Florenz finden. Der mächtigste Mann der Stadt wird sein Gönner. Und Sandro enttäuscht seinen Herrn, Cosimo de´ Medici nicht. Doch da begeht Sandro einen folgenschweren Fehler. Das Ende einer erfolgreichen Karriere?
Beurteilungstext Der Autor Rainer M. Schröder, Routinier und Profi des historischen Romans, spielt auch bei diesem neuen Band seine Erfahrung und Akribie voll aus. Angefangen von der Aufmachung des Buches, Drucktypen des Buchtitels, Kartenmaterial oder erklärendem Glossar, sowie eine alte Stadtansicht von Florenz, nehmen den Leser sofort in Beschlag und wecken seine Neugier. Allein der Name Medici löst beim Betrachter den Leseimpuls aus. Dem Autor sei Dank, die schillernde Figur von Cosimo dé Medici in ein spannendes und überschaubares Format gefügt zu haben. Nicht umsonst wird diese bedeutende Persönlichkeit “Pater patrieae” genannt. Unermeßlich reich, großzügig als Mäzen, persönlichem Luxus wenig zugetan, lenkt Cosimo mehr aus der zweiten Reihe die Geschicke der Stadt. Unkonventionell für damalige Zeiten der Umgang mit seinen Untergebenen. Für Cosimo waren nicht Herkunft, sondern die Fähigkeit und die Loyalität eines Menschen wichtig. Der Held des Buches, in dem Fall also Sandro, entspricht damit in vollem Umfang dieser Einstellung. Eindrucksvoll vermittelt der Autor dem Leser die Risiken und Gefährdungen, denen auch der Mächtigste in dem mittelalterlichen Florenz ausgesetzt ist. Ein Zugeständnis an den Leserkreis mit den weniger hohen Ansprüchen an den historischen Cosimo dé Medici ist die anrührende Liebesbeziehung Sandros mit dem wunderschönen Sklavenmädchen Tessa. So etwas liest man doch immer gern! Wie bereits gewohnt, schwelgt Rainer M. Schröder wortgewaltig und detailverliebt, manchmal fast ausufernd und zu genau in seinen Texten. Bei der Lektüre des Buches wird einmal mehr deutlich, dass Macht und Reichtum nicht auf einem rechtschaffenen, ehrlichen Boden wachsen können. So scheute der “hochangesehene” Cosimo auch vor einem Verfassungsbruch nicht zurück, um seine Macht zu sichern. Schon erstaunlich, mit welchen Maßen da gemessen wird.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 RPPO , Rheinland-Pfalz

  in der AJuM Datenbank Ja
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