GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor THiLO,
Titel Die Jagd nach dem weißen Gold
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Schulmeyer, Heribert
ISBN 978-3-7855-6835-4 Reihe Abenteuer Wildnis
Verlag Loewe, Bindlach, 2010
Seitenzahl 77 Preis 6,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Klassenlesestoff
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 8-9
Inhaltsangabe Jonas verbringt die Ferien wieder in Tansania bei seinem Vater in der Serengeti.
Das Abenteuer Wildnis wird zum gefährlichen Erlebnis mit drei Wilderern, als Jonas und sein afrikanischer Freund Sammy einen Elefanten retten und damit in die Fänge von Wilderern geraten.
Die spannende und interessante Abenteuergeschichte aus Afrika erzählt von der Faszination der Serengeti und vom Kampf gegen Wilderer und dem Handel mit Elfenbein.
Beurteilungstext Ein liebevoll gestaltete Vorsatzpapier mit den Tieren Afrikas in der typischen Colorierung der Serengeti eröffnet den zweiten Band aus der Reihe Abenteuer Wildnis.
Freundschaft, Zivilcourage, Tierliebe und Verbundenheit zur Natur sind die Themen.
Große Schrift, mittlerer Zeilenabstand, viel Text und wenig Illustrationen kennzeichnet die Leselöwen Champion Stufe und verspricht einen spannenden Kinderroman für junge Lese ab 8 Jahren.
In der linearen, einfachen Handlung bleiben die typischen Charaktere überschaubar.
Knappe Kapitelüberschriften geben einen ersten Hinweis zur Handlung und schließen immer szenisch sinnvoll ab. Sprache, Satzbau und Typographie sind dem erfahrenen Leseanfänger angepasst. Auch sprachlich durchaus Horizont erweiternd, denn die verwendeten Wörter und Sätze bereichern den Wortschatz deutlich.
Jonas verbringt die Ferien wieder bei seinem Vater in Tansania, wo er als Tierarzt in der Serengeti arbeitet.
Kurz erfährt der Leser zu Beginn einiges aus Jonas letztem Abenteuer in Afrika.
Die Beschreibung der Landschaft, der Tiere und Jonas Glück, wieder in Afrika zu sein, verspricht Abenteuer und Freiheit. In die Handlung eingebettet sind Informationen zu den natürlichen Besonderheiten der Serengeti und ihrer Tierwelt.
Jonas wird nach seiner Ankunft freudig von seinem einheimischen Freund Sammy begrüßt und die Safari kann beginnen. Doch aus der anfänglich beschaulichen Tour wird schnell eine Verbrecherjagd. Wilderer bedrohen die Elefantenherden, denn sie haben es auf das Elfenbein der Stoßzähne abgesehen.
Der erste spannende Höhepunkt ist erreicht, als die beiden Freunde einen gefangenen Elefanten befreien und danach von drei Wilderern in eine Höhle entführt werden.
Die Handlung bleibt spannend und hält mit den beschriebenen Gefahren den Leser in seinem Bann. Zum Schluss werden die Wilderer verhaftet und zumindest für eine Zeit werden die Elefanten ungestört weiter ziehen können.
Der Autor hat mit Jonas eine sympathische Figur mit Identifikationspotential (Sehnsucht nach dem Vater, nach einem Freund und nach Abenteuer) geschaffen.
Wünschenswert wäre eine genauere Charakterisierung von Sammy und seinen Lebensumständen. Diese sollte man genauso wichtig nehmen, wie den Schutz der Tiere vor Wilderern.
Klare Anknüpfungspunkte für den Leseanreiz schaffen Abenteuer, Überlegenheit und Bewährung von schwierigen Situationen.
Das Buch fesselt, ohne wirklich zu überraschen. Es erzählt die Geschichte überzeugend, wirft erste Fragen auf und bietet somit weiter reichende Gesprächsanlässe.
Die Botschaft des Buches kommt bei dem Leser an: Elfenbeinhandel ist ein Verbrechen und wird bestraft.
Heribert Schulmeyers farbige Aquarellzeichnungen begleiten die Handlung, zeigen die Tiere der Savanne und fangen die Stimmungen der Hauptpersonen ein.
Lebendige Dialoge machen diese Geschichte zu einem empfehlenswerten Abenteuerroman für 8jährige Mädchen und Jungen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Han, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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