GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Baumbach, Martina
Titel Der Sommer, als wir reich wurden
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Herold, Heike
ISBN 978-3-423-76009-6 Reihe
Verlag dtv, München, 2010
Seitenzahl 168 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Zusammen mit ihrem Vater und ihrer Tante macht sich Pim auf eine Erbschaft anzutreten, auf die ihre Tante im Internet gestoßen ist. Ein lustiges Ferienabenteuer.
Beurteilungstext Die Ich-Erzählerin Pim lebt zusammen mit ihrem Vater und der unsichtbaren, nur in ihrer Fantasie existierenden, Frau Dentelly. Sie bekommen Besuch von der Zwillingsschwester des Vaters, Tante Affrica, einer Weltenbummlerin bei der man vor Überraschungen nie sicher ist. Dieses Mal bringt Tante Affrica nicht nur ihr Patenkind Frida aus Shanghai mit, sondern will mit einer Erbschaft aus dem Internet reich werden. Um die Erbschaft antreten zu können, müssen sie die Asche des Verstorbenen in dessen Lieblingsauto persönlich ans Meer bringen. Eine völlig verrückte Idee, da sind sich alle einig, aber die Aussicht auf Reichtum, lässt sie zur gemeinsamen Reise aufbrechen.

Das Unternehmen entpuppt sich als nicht ganz ungefährlich. Geldgierige Verwandte des Verstorbenen beanspruchen das Erbe für sich und versuchen die Überführung zu verhindern. Der Vater und seine Schwester bekommen sich öfter in die Haare und Pim findet Frida einfach nur furchtbar. Aber am Ende kommt alles so, wie es sich der Verstorbene gewünscht hat: Seine Asche weht aufs Meer hinaus und sein Vermögen bekommt die geliebte Freundin. Auch für Pim hat sich das Abenteuer gelohnt: Sie hat eine Freundin gefunden und braucht ihre Frau Dentelly nicht mehr. Nicht zu vergessen die Aufwandsentschädigung von 13.000 Euro.

Die Zahl "13" spielt immer wieder eine Rolle in dieser - trotz des düsteren Themas - erfrischend leichte Sommergeschichte (natürlich erzählt in 13 Kapiteln). In einer Streckenskizze über jedem Kapitel ist jeweils markiert, wo sich die Abenteurer mit dem VW-Bus gerade befinden. Mit naiven Zeichnungen in schwarz-weiß bebildert Heike Herold die im Text erzählten Szenen.

In diesem Buch steckt alles drin, was eine ideale Ferienlektüre für Mädchen ab 8 Jahren braucht: Abenteuer, Spannung, Freundschaft und Fantasie gepaart mit Urlaubsstimmung. Geschickt kombiniert die Autorin Zeitgeist mit altmodischer Romantik, was bei den jungen Leserinnen gut ankommt.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 ks, Bayern

  in der AJuM Datenbank Ja
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