GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Bellinda,
Titel Der Fluch von Troja
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Clasen, Christoph
ISBN 978-3-7855-6836-1 Reihe Tatort Forschung
Verlag Loewe, Bindlach, 2010
Seitenzahl 124 Preis 7,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten private Lektüre, Buchvorstellung im Unterricht
Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Kriminalerzählung
Zielgruppe Jungen und Mädchen
10-11
12-13
14-15
Inhaltsangabe Im Jahr 1873 besuchen Nikos und Emilia ihren Onkel Heinrich Schliemann auf seiner Ausgrabungsstätte in den Ruinen der sagenumwobenen Stadt Troja. Am Tag nach ihrer Ankunft findet ihr Onkel den legendären Schatz des Priamos. Nun gilt es, den Schatz vor den allgegenwärtigen Räubern zu schützen. Onkel Heinrich bekommt tatkräftige Unterstützung von den Zwillingen.
Beurteilungstext Mit der Reihe Tatort, Ratekrimis aus der Welt des Wissens, ist es dem Loewe-Verlag gelungen, eine junge Leserschaft auf doppelte Art zu fesseln. Der Krimi mit Rateaufgaben nach jedem Kapitel fördert das aufmerksame Lesen und beteiligt den Leser an der Aufklärung des Falles. Gleichzeitig erfährt der Leser Spannendes, hier aus der Welt der Forschung.
Der legendäre Archäologe Heinrich Schliemann findet, nachdem es ihm überhaupt gelungen ist, die Ruinen von Troja zu entdecken, auch noch den Schatz des Priamos. Archäologen hatten schon immer zu kämpfen mit Grabräubern und bestechlichen Regierungsbeamten. Das gibt den historischen Hintergrund für einen Krimi.
Die zehn- bis zwölfjährigen werden über den enormen Zufall hinwegsehen, dass der Schatz des Priamos ausgerechnet am Tag nach der Ankunft der Kinder entdeckt wird. Aber so ist das Buch von Anfang an spannend. Natürlich gelingt es den Kindern, den Raub der wertvollen Krone aus dem Schatz aufzuklären und ihrem Onkel zu helfen, den Schatz an dem Regierungsbeamten vorbei außer Landes zu schaffen.
Auf jeder Doppelseite findet sich eine detailgenaue Zeichnung des Illustrators Christoph Clasen, die es dem Leser erlaubt, sich noch besser in das Geschehen hineinzuversetzen. Am Ende des Buches befinden sich die Lösungen zu den Rateaufgaben. (Einmal musste ich nachschauen.) Ein doppelseitiges Glossar erklärt die Fachbegriffe. Auf drei weiteren Seiten gibt eine Zeittafel Auskunft über das Leben Heinrich Schliemanns. Danach setzt sich die Autorin dem Lesealter entsprechend mit der Bedeutung Schliemanns für die Archäologie auseinander.
Am Ende des Buches findet sich noch eine sechsseitige Leseprobe aus einem anderen Ratekrimi, der Appetit macht auf das nächste Leseabenteuer.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 Ei, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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