GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Kuhn, Krystyna
Titel Das Tal
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-401-06472-7 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2010
Seitenzahl 298 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 14-15
16-17
12-13
Inhaltsangabe Julia und ihr Bruder Robert kommen in einem Internat, fernab in den Bergen British Columbias gelegen, an. Von Anbeginn an hat Robert das Gefühl, etwas stimme in diesem Tal nicht. Vor allem ist es nicht leicht, wieder aus dem Tal heraus zu kommen. Während einer Einführungsfete wird eine ältere Internatsschülerin ermordet. Viele Spuren und ebenso viele Rätsel gibt es, bis Julia auf eine unerwartete Informationsquelle trifft. Der Fall klärt sich, weitere Rätsel aber tun sich auf.
Beurteilungstext Genial ist dieser Abenteuerroman darauf angelegt, noch etliche Fortsetzungen folgen zu lassen. Er ist spannend geschrieben, voller Rätsel, von denen eines das andere gebiert. Immerhin klärt sich der Mord und die Geschichte der beiden Geschwister, jedenfalls so weit, wie es die Logik für den vorliegenden Krimi erfordert. Die letzten Worte im Buche allerdings verweisen auf ein weiteres Rätsel in ihrer Geschichte, das darf der Leser dann im nächsten Band erwarten.
Spannung zu erzeugen ist die Fähigkeit der Autorin, die den Leser gleich bei den ersten Seiten anspringt und bis zur letzten nicht verlässt. Dabei ist die Handlung selbst nicht unbedingt zwingend spannend, es ist mehr die Sprache, der Aufbau und das, was unerklärlicherweise (für den Leser) offen bleibt. Die Jugendlichen in diesem Internat sind allesamt ebenso ungewöhnlich wie Geheimnis umwittert, jeder könnte ein Buch über sich selbst schreiben - ob es dann wirklich so spannend wäre, wie es die Autorin anlegt, sei dahin gestellt. Selbst die Landschaft ist unklar: ein kreisrunder See, an dessen Ufer das Internat liegt, dessen Wasserspiegel mal steigt, mal sinkt, mal eiskalt ist, mal lauwarm und das alles binnen kürzester Zeit. Das klingt doch nach - ja, aber das kommt dann erst in einer der nächsten Fortsetzungen. Das Gebäude des Internats spielt mit einer Zahlenfolge oder -gesetzmäßigkeit, die Unheil verheißt - das aber offenbart sich nur dem Bruder Robert, und der teilt auch das wohl erst in einem der nächsten Bände mit.
Aber Lesefutter ist dieser erste Band allemal, ich habe ihn in einem Tag durchgelesen und harre der nächsten.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 cjh, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
  Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.
 
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund