GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Wilson, N.D.
Titel Das Geheimnis der 100 Pforten
Übersetzer / Originalsprache Hantjes, DorotheeEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-570-13750-5 Reihe
Verlag cbj, München, 2009
Seitenzahl 352 Preis 16,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantasy
Zielgruppe 10-11
12-13
14-15
Inhaltsangabe Weil seine Eltern entführt wurden, zieht der 12-jährige Henry zur Familie seines Onkels nach Kansas. Eines Nachts macht Henry eine unglaubliche Entdeckung: hinter dem Putz seiner Wand kommen 99 Türen zum Vorschein, die alle Pforten in andere Welten sind. Und so nimmt ein spannendes Abenteuer seinen Lauf.
Beurteilungstext Die Geschichte des jungen Henry und seiner Cousine Henrietta ist eine fantastische Geschichte, die durch immer wieder überaschende Einfälle bezaubert. Sie erzählt davon, wie Henry im Haus seines Onkels 99 magische Pforten aufdeckt, die in andere fremde Welten führen. Doch zunächst ahnt Henry nichts von alledem. Erst als er immer wieder nächtliche Klopfgeräusche in seiner Wand hört, wird er aufmerksam. Als ihm dann eines Nachts ein Stück Putz ins Gesicht fällt und dabei ein Fach mit zwei Knöpfen freigelegt wird, beschließt er der Sache nachzugehen und löst Stück für Stück den gesamten Putz von der Wand. So legt er dann auch die 99 Pforten frei. Gemeinsam mit seiner Cousine Henrietta öffnet er einige dieser Türen, doch nicht alle scheinen friedlich zu sein, und so wird es mitunter ziemlich gruselig. Gefährliche Hexen und Dämonen tauchen auf und nur mit Hilfe der ganzen Familie und Freunden kann die Gefahr schließlich gebannt und die Hexe wenigstens vorerst besiegt werden.
Man kann sich schnell mit Henry identifizieren und ist gebannt von seinem Abenteuer. Von Anfang an fesselt das Rätsel um die Pforten und um Großvaters Tür, die sich seit seinem Tod vor zwei Jahren nicht mehr öffnen lässt. Die Geschichte ist so spannend geschrieben, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Allerdings hat es auch stets einen leicht düsteren und gruseligen Unterton, da man nicht weiß, was einen erwartet und erahnen lässt, dass manche Pforten gefährlich sind. Überraschende Einfälle beeindrucken immer wieder aufs Neue und auch das Ende ist völlig unerwartet, erfährt man doch hier, dass auch Onkel Frank und Henry aus anderen Welten stammen.
Kaum ein Detail wurde vergessen und so entstand eine abenteuerliche gut durchdachte Geschichte, die die Fortsetzung sehnlichst erwarten lässt.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 kg, Sachsen-Anhalt

  in der AJuM Datenbank Ja
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