GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor McKay, Hilary
Titel Charlie spukt rum
Übersetzer / Originalsprache Ludwig, SabineEnglisch
Illustrator Herold, Heike
ISBN 978-3-596-85349-6 Reihe Charlie
Verlag Fischer Schatzinsel, Frankfurt, 2010
Seitenzahl 78 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Charlie, 7 Jahre alt, soll seinem Bruder Max die Fußballschuhe zuwerfen und trifft die Windschutzscheibe eines parkenden Autos. Als die beiden Jungen bei Tante Emma übernachten, neckt Charlie seinen Bruder, dass dieser glaubt, es spukt. Max bestimmt, dass sie beide im Zelt draußen übernachten. Nun hat Charlie Angst und spürt einen Geist.
Beurteilungstext Charlie hat schon einige Abenteuer bestanden. In diesem Band zeigt er sich wieder frech und unverfroren. Gerade als er es sich in seinem Bett zum Frühstück bequem gemacht hat, fordert sein Bruder, er solle seine Fußballschule nach unten werfen. Nur widerwillig erhebt er sich und wirft die Schuhe mit Schwung nach unten. Leider trifft er die Windschutzscheibe des gelben Sportwagens, der dem Mann-an-der-Ecke gehört. In dieser Scheibe klafft nun ein großes Loch. Charlies Mutter schickt den Jungen zum Besitzer des Wagens, um ihm den Unfall zu erklären. Zum Glück erklärt sich sein Bruder bereit, ihn zu begleiten und das Reden zu übernehmen. Charlie ist ihm wirklich dankbar, zumal Max dem Mann nicht widerspricht, als dieser ihn für den Schuldigen hält. Fortan geht der sonst so vorwitzige Junge auf Tauchstation, wenn ein gelbes Auto erscheint. Max hat die Situation sofort erfasst und gibt Entwarnung - nicht jedes gelbe Auto ist das bewusste. Er ist der absolut überlegene große Bruder.
Als beide Jungen bei Tante Emma übernachten, wo es spuken soll, kann Charlie es nicht fassen, dass Max gleich einschläft. Er versteht es, seinen Bruder im Schlaf zu stören, bis dieser glaubt, es spukt. Doch die Lösung im Zelt zu übernachten bringt nun Charlie in Verlegenheit. Draußen hat er Angst. Und dann springt noch etwas auf ihn drauf. Max vermutet, dass es eine Katze war, aber Charlie will das Gespenst fangen und entfaltet Hektik.
Rund um Charlie ist immer etwas los. Er sieht die Wirklichkeit mit speziellen Augen. Ihm muss ein Missgeschick nach dem nächsten passieren. Zum Schluss aber hat Charlie den Mut, dem Mann-an-der-Ecke zu sagen, dass er es war, der die Scheibe zerbrochen hat, und das nun wiederum zaubert ein Lächeln auf Max´Gesicht und entlockt ihm ein “Danke”.
Hilary McKay hat schon fünf andere Charlie-Bände erdacht. Sie ist für ihre humorvollen Kinderbücher bekannt. Kleine Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Heike Herold stellen Charlie in vielen Situationen dar: emotional mit Witz und Schwung. Das Buch eignet sich gut zum Vorlesen für Kinder ab 6 Jahren und zum Selberlesen ab 7 oder 8 Jahren, je nach Lesefähigkeit.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Schr, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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