GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Jinks, Catherine
Titel Blutsbande - Bekenntnisse einer Vampirin
Übersetzer / Originalsprache Broermann, ChristaEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-423-24779-5 Reihe DTV Premium
Verlag dtv, München, 2009
Seitenzahl 331 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart broschiert Gattung  Fantasy-Roman
Zielgruppe 12-13
Inhaltsangabe Eine Gruppe von Vampiren, die unerkannt unter Menschen in Sydney lebt, wird von einem Unbekannten bedroht, der bereits einen Vampir umgebracht hat. Teenager-Vampir Nina, Verfasserin zahlreicher Vampirromane, begibt sich mit Pater Ramón und Mitvampir Dave auf die Verfolgung einer heißen Spur, die ins Outback führt. Schnell sitzen sie in der Klemme, weil ihr Gegner gefährlicher ist, als sie gedacht haben.
Beurteilungstext Der Roman sucht sich ein bekanntes Sujet - Vampire - und wendet es auf ein Plot, das in der Gegenwart und "Realität" angesiedelt ist, noch dazu auf der Südhalbkugel, an. Das lässt auf einen einfallsreichen Roman hoffen, zumal Jinks diverse historische Jugendromane geschrieben hat, die sehr gut zu lesen sind. Hier spielt sie mit dem Genre Vampirliteratur, das der Roman persifliert und in das es gleichzeitig selbst fällt.
Leider wird der Roman schon nach wenigen Dutzend Seiten langatmig und stellenweise eher eklig als spannend. Das Ganze bekommt eine sinistre Note, die dem anfänglichen Gleichgewicht zwischen Spannung und skurrilem Humor nicht gut bekommt. Jinks verspielt die guten Ideen und setzt den Roman auf das ganz normale Gleis einer seichten Horrorgeschichte, falls man eine solche Begriffsmischung prägen kann.
Das Plot wirkt sehr bemüht, Jinks strickt eine Entwicklungsgeschichte der Vampire zusammen, die aus Versatzstücken anderer Vampirliteratur, gängigen Legenden und der "Widerlegung" dieses Allgemeinwissens durch die Protagonistin Nina, der Ich-Erzählerin des Romans, besteht. Sie stattet jeden der auftretenden Vampire mit einer ganz eigenen Geschichte aus, jedoch wird aus den Einzelgeschichten kein Gesamtbild, zu sporadisch wird ein Zusammenhang erkennbar.
Zuende lesen lohnt nicht, auch die Überstzung animiert nicht dazu, da diverse Holprigkeiten und Fehlübersetzung die Seiten zieren. Enttäuschend.
Bewertung

 nicht empfehlenswert

Rezensent

 EHU, Schleswig-Holstein

  in der AJuM Datenbank Ja
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