GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Cole, Stephen
Titel Blood Line
Übersetzer / Originalsprache Höfker, UrsulaEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-7855-6463-9 Reihe
Verlag Loewe, Bindlach, 2010
Seitenzahl 395 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Klassenlesestoff
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 16-17
ab 18
Inhaltsangabe Fünf Jugendliche, jede(r) mit einem außergewöhnlichen Talent ausgestattet, arbeiten für den mysteriösen Nathaniel Couldhardt, der ihnen dafür ein luxuriöses Leben ermöglicht. Dieses Mal sollen sie ein altes Manuskript für ihn beschaffen. Doch dieser Job ist alles andere als einfach, haben doch auch andere Personen Interesse an dem Buch. Ein lebensgefährlicher Wettlauf beginnt und mehr als einmal müssen sich die Jugendlichen fragen, ob sie ihrem Auftraggeber vertrauen können...
Beurteilungstext Das Buch hat mir insgesamt gesehen recht gut gefallen. Es ist spannend und voller Action, man ertappt sich immer wieder dabei, noch schnell ein Kapitel lesen zu wollen, einfach um zu wissen, wie es weitergeht. Die Sprache ist locker und der Zielgruppe des Buches angemessen. Gut gefallen hat mir auch die Mischung der Hauptcharaktere, die vor allem mit den besonders hervor gehobenen Figuren Jonah und Tye sowohl für weibliche als auch für männliche LeserInnen Identifikationsfiguren bieten. Ebenfalls gut gefallen hat mir die detaillierte Schilderung der Charaktere der Hauptfiguren und ihrer Hintergründe.
Die Story beinhaltet einen gut gelungenen Mix aus Technikthriller und Mystik, der mich an einigen Stellen an Dan Brown erinnert hat, nur eben in einer für jüngere Leser aufbereiteten Form.
Ein wenig langatmig fand ich die häufig sehr detailliert geschilderten und auf mich auch etwas übertrieben wirkenden Kampfszenen, die auch nicht wirklich für die Entwicklung der Handlung nötig scheinen.
Das Buch bietet sich sicherlich auch zur Diskussion im Unterricht an, enthält es doch implizite moralische Fragen, da lange unklar erscheint, wer zu den Guten und wer zu den Bösen zu rechnen ist. Auch die Jugendlichen selbst müssen sich in dem Buch dieser Frage stellen. Eine Lösung für dieses Dilemma wird nicht präsentiert, was ich gut finde, aber was sicher jüngere Leser überfordern würde. Aus diesem Grunde und auch wegen des offenen Umgangs mit Anspielungen auf Sexualität und der Verwendung von expliziten Schimpfwörtern würde ich das Buch nicht für zu junge LeserInnen empfehlen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 tad, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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