GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Huppertz, Nikola
Titel Biete Bruder Suche Hund
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Bayer, Michael
ISBN 978-3-522-30195-4 Reihe
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2010
Seitenzahl 140 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Janne hat’s nicht leicht mit ihrem kleinen Bruder Emil, dem “Nerver”. Ihre beste Freundin Philine hat keine Geschwister, dafür aber einen Hund, Jannes größter Wunsch! Philines Dackeldame Trinchen braucht für ein paar Tage einen Hundesitter - das wäre eine Gelegenheit. Aber Jannes Eltern erlauben es nicht. Außerdem hat Emil panische Hundeangst.
Janne ist erfinderisch. Die Betreuung Trinchens gelingt - auf ganz unerwartete, überraschende Art und Weise.
Beurteilungstext Die Autorin stellt einfühlsam und kundig Szenen aus Kinderwelten dar. In ihrem ersten Buch war es die Welt von Karla, Sengül und Geheimnissen; hier ist es Jannes intensiver Wunschtraum von einem Hund.
Die Eltern sagen dazu (klugerweise) “nein” - sie sind viel zu beschäftigt. Außerdem hat der kleine Bruder Emil panische Angst vor Hunden. Er ist glücklich in seiner Rolle als “Geheimagent”. Das nervt Janne. Fazit: “Biete Bruder! Suche Hund!”
Jannes Freundin Philine fährt mit ihren Eltern für ein langes Wochenende nach Paris. Eine Hundesitterin für die Dackeldame Trinchen wird benötigt. Ganz zielstrebig bietet Janne (ohne Wissen ihrer Eltern) ihre Dienste an. Selbständig, verantwortungsvoll und tierlieb hält sie Trinchen auf dem Dachboden in einem Papp-Tipi. Das kann Janne wirklich leisten: Trinchen füttern, mit ihr Gassi gehen und ihr, der kleinen Dackel-Oma, notwendige Ruhephasen geben - bis Trinchen entwischt. Emil hat das Hundeversteck entdeckt, und dann ist es passiert! Aber der kleine Bruder erweist sich als umsichtig, klug und hilfreich. Sie finden Trinchen wieder. Schön ist es beschrieben, wie Janne neben ihrer Freundin Philine auch ihren Bruder als “Glück” entdeckt (22. Kapitel). Überhaupt wecken die ausführlichen Kapitelüberschriften Leselust, bzw. Vorleselust. Die 23 Kapitel sind in klarer, leichter, lebendiger, humorvoller Sprache geschrieben; die gelungenen Bilder, Schwarz-Weiß-Zeichnungen, bereichern den Text und erfreuen die Leserinnen und Leser.
(Ab 8 Jahren)
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Sch-H, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
  Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.
 
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund